Naturwissenschaftliche Informatik (B. Sc.)

So wie die Informatik in alle Lebensbereiche vordringt, hat sie auch längst schon Einzug in die Naturwissenschaften gehalten. Vom gelegentlich benutzten Hilfsmittel ist der Computer zum entscheidenden Werkzeug aufgestiegen, um Experimente zu steuern oder aus experimentellen Daten Erkenntnisse zu gewinnen. Diese umfangreichen Tätigkeiten können nicht von Naturwissenschaftlern mit autodidaktisch erworbenen Informatikkenntnissen bewältigt werden. Es bedarf dazu gut ausgebildete Informatiker, die auch die Sprache der Disziplin verstehen müssen, in der ihre Kenntnisse eingesetzt werden. Dem kommt der bidisziplinäre Bachelorstudiengang Naturwissenschaftliche Informatik an der Universität Bielefeld nach, der Kenntnisse und Fähigkeiten sowohl in der Informatik als auch in einem der genannten naturwissenschaftlichen Fächer vermittelt. Um eine berufsqualifizierende Ausbildung zu gewährleisten, stehen neben fachlichen auch soziale Schlüsselkompetenzen, wie Kommunikationsfähigkeit, im Fokus. Bereits während des Bachelorstudiums profitieren die Studierenden von Einblicken in die aktuelle Forschung und den breiten internationalen Kooperationen der Fakultät, durch welche Studien- und Forschungsaufenthalte im Ausland erleichtert werden.

Es gibt einen Selbsteinschätzungstest für diejenigen, die sich für ein Studium an der Technischen Fakultät interessieren (Dauer ca. 45 Min.).

Modulübersicht  (Einschreibung ab WiSe 2016/2017)

Modulübersicht Naturwissenschaftliche Informatik
Begründung und Ausbildungsziele

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Naturwissenschaftliche Informatik arbeiten in der Regel als Informatiker in interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppen auf naturwissenschaftlichem Gebiet. Dabei sollen sie nicht beispielsweise den Physiker ersetzen, sondern mit diesem den effektiven Einsatz von Methoden der Informatik zur Bearbeitung physikalischer Probleme gewährleisten. Das Tätigkeits- und Einsatzfeld ist deswegen breit gefächert ? Beispiele möglicher Branchen stellen die Automatisierungstechnik, die Luft- und Raumfahrt-Industrie, die Mikroelektronik-Industrie, die pharmazeutische und chemische Industrie oder Großforschungseinrichtungen dar.

Im Bereich der Mathematik werden mit Linearer Algebra, Analysis und Differentialgleichungen sowie Statistik und Stochastik die formalen Grundlagen für die übrige Ausbildung gelegt. Im Bereich der Informatik werden die "kanonischen" Fächer der Informatik (Algorithmen und Datenstrukturen, Technische Informatik, Techniken der Software-Projektentwicklung, Datenbanken, Grundlagen theoretischer Informatik) gelehrt, wodurch den Absolventinnen und Absolventen auch Chancen auf dem "klassischen" Arbeitsmarkt für Informatiker offen stehen. Zudem soll diesen der Wechsel in eine möglichst große Zahl von Masterstudiengängen der Informatik ermöglicht werden. Bezüglich der Berufsqualifizierung sind insbesondere das projektorientierte Modul Software-Gruppen-Projekt und die Bachelorarbeit hervorzuheben. Programmierpraktische Kenntnisse werden zusätzlich zu den Modulen Objektorientierte Programmierung und Software Engineering auch in den Modulen Algorithmen und Datenstrukturen (imperatives und funktionales Programmieren) und Technische Informatik (u.a. maschinennahe Programmierung mit C, Assemblerprogrammierung) vermittelt.

Im Bereich der Naturwissenschaften wird zunächst ein grundlegendes Verständnis der Physik, Biologie und Chemie vermittelt. Die Schwerpunktbildung im Vertiefungsfach ermöglicht einen vertieften Einblick in die Bereiche Biologie, Biotechnologie, Chemie und Physik, insbesondere auch im Hinblick auf die in diesen Fächern mit Computermethoden bearbeiteten Fragestellungen. Besonderes Ziel ist hier die Vermittlung der Kommunikationsfähigkeit, so dass die ausgebildeten Naturwissenschaftlichen Informatiker und Informatikerinnen als Bindeglied zwischen den Naturwissenschaften und der Informatik eingesetzt werden können.

Der Bachelorstudiengang Naturwissenschaftliche Informatik umfasst 180 Leistungspunkte mit einer Regelstudienzeit von 6 Semestern.

Bewerbung

Zum Bachelorstudium erhält Zugang, wer über eine geeignete Hochschulzugangsberechtigung (z. B. Abitur) verfügt. Eine Immatrikulation ist jeweils nur zum Wintersemester möglich. Da dieser Bachelorstudiengang nicht zulassungsbeschränkt ist, können Sie sich jeweils bis zum 30. September eines Jahres beim Studierendensekretariat der Universität Bielefeld bewerben.

Besonderheiten gelten für Bewerberinnen und Bewerber mit ausländischem Bildungsnachweis.

Ebenso gelten Besonderheiten für beruflich Qualifizierte.

Anerkennung und Einstufung

Die Anerkennung von Leistungen und die Einstufung in ein höheres Fachsemester erfolgt nach einem einheitlichen Verfahren für alle Studiengänge.

Bitte beachten Sie, dass eine Einstufung NICHT einer Zulassung zu einem Studiengang entspricht. Hinweise zur Bewerbung für ein höheres Fachsemester finden Sie auf den Seiten des Studierendensekretariats.

Kontakt

Prüfungsamt

E-Mail:
pruefungsamttechfak@uni-bielefeld.de
 

Postanschrift

Universität Bielefeld
Technische Fakultät
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld