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ZiF-Arbeitsgemeinschaft

200 Jahre nach August Boeckhs Staatshaushaltung der Athener – wirtschaftshistorische Perspektiven für das 21. Jahrhundert

Termin: 6. - 8. September 2017

Leitung: Sven Günther (Changchun, CHN), Dorothea Rohde (Bielefeld, GER)

Das 1817 erschienene Werk Die Staatshaushaltung der Athener des Klassischen Philologen und Althistorikers August Boeckh markiert den Beginn systematischer wie interdisziplinärer Studien zu antiken Ökonomien und die Etablierung des Faches Alte Geschichte als Wissenschaft innerhalb der Universitäten. 200 Jahre später stellt die Antike Wirtschaft erneut eines der dynamischsten Felder der Altertumswissenschaften dar. Boeckhs epochemachende interdisziplinäre Anwendung philologischer sowie epigraphischer, numismatischer, metrologischer und finanzwissenschaftlicher Methoden ist heute wieder Richtschnur und Leitbild, um unter den zahlreichen Theorien und Methoden nach Ende der berühmten, letztlich jedoch lähmenden Debatte zwischen (Neo-)Primitivisten/Substantivisten und Modernisten/Formalisten einen geeigneten Zugang zur Analyse antiker Ökonomie(n) zu finden. Die Arbeitsgemeinschaft möchte das interdisziplinäre Erbe Boeckhs aktualisieren und so der altertumswissenschaftlichen Forschung neue Impulse geben. In einem intensiven Austausch zwischen Althistorikern und Forschern aus anderen Wissenschaftszweigen werden gemeinsame Arbeitspapiere verfasst, um diskursiv einer neuen ›Geschichte der öffentlichen Finanzen Athens‹ einen Schritt näher zu kommen.



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