ZiF-Forschungsgruppe

'Felix Culpa'?

Zur kulturellen Produktivität der Schuld

Oktober 2018 - Juli 2019

Leitung: Matthias Buschmeier (Bielefeld, GER), Katharina von Kellenbach (St. Mary's City, USA)
Vernissage

Spectral Latencies – Schuld im Überblick

Ausstellung: 1. Oktobe - 8. November 2018
Künstlerin: Jane Mulfinger (Santa Barbara, USA)
Vernissage: 1. Oktober 2018 um 18:00 Uhr
Einführung: Helga Lutz (Bielefeld, GER)

Die Lichtkünstlerin und Professorin an der UC Santa Barbara, Jane Mulfinger, entwickelt Skulpturen, Fotografie, Lichtinstallationen und Performances. Seit über 30 Jahren befasst sie sich in ihren Arbeiten mit dem zeitgenössischen urbanen Umfeld, insbesondere mit der Beziehung zwischen Architektur, Erinnerung und dem menschlichen Körper. Mit ihren Arbeiten, die meist beides: Objekte und Texte verbinden, will sie die soziologischen, politischen, formalen und auch räumlichen Kontexte von Architektur und Geschichte in Szene setzen.

Das Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) zeigt vom 1. Oktober bis 8. November 2018 die Installation Spectral Latencies – Schuld im Überblick der amerikanischen Künstlerin, die auf die Studien der ZiF-Forschungsgruppe 'Felix Culpa'? - Zur kulturellen Produktivität der Schuld bezogen ist. Die Vernissage der Ausstellung am 1. Oktober 2018 bildet den feierlichen Auftakt der gemeinsamen 10-monatigen Zusammenarbeit hochrangiger internationale Wissenschaftler aus Philosophie, Literaturwissenschaft, Religionswissenschaft, Anthropologie, Internationale Beziehungen, Klassische Philologie, Mediävistik, Rechtswissenschaft und Psychologie. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, inwiefern Schuld als produktive Kraft in kulturellen Legitimations- und Transformationsprozessen bedeutsam ist.

Mulfingers Installation greift diese Frage in ganz eigener Weise auf. Sie integriert neben Bildern auch Aussagen von Bielefelderinnen und Bielefeldern zum Thema Schuld in verfremdeter und anonymisierter Form. Dieses dokumentarische Material bildet für sie den Kern der Ausstellung. Die Schwierigkeit, sich Schuld einzugestehen und allererst auszusprechen, wodurch aber dennoch nach Mulfinger wieder Verständigung möglich wird, findet für sie gerade in der Flüchtigkeit des Lichts seinen sinnfälligsten Ausdruck: "Just as the spectrum of light is partially invisible to humans, our deepest thoughts are hidden until shared." Die Anekdoten, Bekenntnisse und Überlegungen zur Frage der Schuld werden von ihr gemeinsam mit Bildern zum Thema projiziert und zu neuen Lichtkunstwerken weiterverarbeitet. So entstehen wiederum durch die künstlerische Gestaltung ästhetische Erfahrungsräume, die die Transformation von Schulderfahrungen in eine schöne, anregende – eben produktive – Lichtinstallation anschaulich werden lassen.

Einführen in die Installation von Jane Mulfinger wird die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Helga Lutz von der Universität Bielefeld, 1. Oktober 2018, 18:00 Uhr, unteres Foyer, Zentrum für interdisziplinäre Forschung.

Social Media
Die ZiF-Forschungsgruppe kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit dem Hashtag #SpectralLatenciesGuilt.

Mehr Informationen auf www.productiveguilt.org und unter @productiveguilt auf facebook und twitter.

Möchten Sie Teil der Installation werden? Es besteht weiterhin die Möglichkeit, an der Umfrage zum Thema Schuld, die Frau Mulfinger gestartet hat, teilzunehmen unter:qrcode



https://www.umfrageonline.com/s/a4f0d9f


Die Ausstellung ist regelmäßig während der Kernarbeitszeiten des ZiF (montags bis donnerstags von 9:00 bis 15:30 und freitags von 9:00 bis 14:00) zugänglich. Während laufender Tagungen ist das ZiF auch über diese Zeiten hinaus geöffnet.

Bei weiteren Fragen und für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Dr. Saskia Fischer, Koordinatorin der Forschungsgruppe Felix Culpa.



E-Mail: productiveguilt@uni-bielefeld.de
Tel. +49 521 106-12836