Genderaspekte im Gesundheitsmanagement

Im Sinne von Gender Mainstreaming werden auch im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für Mitarbeitende und Studierende auf der Konzeptebene Genderaspekte berücksichtigt.
Zur Anschaulichkeit lassen sich folgende Überlegungen anführen: Ungleiche Effekte von Beschäftigungsstrukturen und Gesundheitsverhalten von Mitarbeiter_innen werden bei den jeweiligen Angeboten berücksichtigt. Die beruflichen Anforderungen sind aufgrund geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung und segregierter Beschäftigungsstrukturen unterschiedlich. So sind die Formen der Kommunikation am Arbeitsplatz, die Art und Weise der Zusammenarbeit mit Kolleg_innen und die Strukturen betrieblicher Entscheidungen tendenziell für beide Geschlechter von unterschiedlicher Bedeutung.
Mit Blick auf die Kategorie Geschlecht gibt es darüber hinaus Aufgaben, die auch die Erwerbsarbeit beeinflussen bzw. umgekehrt das Privatleben, z.B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familien- sowie Pflegeaufgaben.

Männer sind vermehrt in Führungspositionen tätig, während Frauen häufiger für Zuarbeiten und unterstützende Tätigkeiten zuständig sind. Damit strukturell einher gehen auch die unterschiedlichen Stellenanteile von Frauen und Männern: Frauen arbeiten häufiger Teilzeit, Männer haben überwiegend Vollzeitstellen inne. Die Belastungen und gesundheitlichen Ressourcen von Frauen und Männern unterscheiden sich durch die verschiedenen beruflichen Tätigkeiten und die zusätzlichen Arbeitsanforderungen aus der privaten Arbeit. Diese Unterschiede prägen ebenfalls die individuelle Bewertung von Belastungen am Arbeitsplatz und die Einschätzung der Arbeitsbedingungen, aber auch die Art und Häufigkeit, in der die Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung wahrgenommen werden.

Gesundheitsmanagement

Diese geschlechterspezifischen Aspekte sind in das betriebliche Gesundheitsmanagement integriert, zum Beispiel bei der Auswahl der Kurse für das Gesundheitsangebot

Seiten des Gesundheitsmanagements

Aktuelles

Ausschreibung Bielefelder Gleichstellungspreis 2018

Das Rektorat der Universität Bielefeld schreibt dieses Jahr erneut den Bielefelder Gleichstellungspreis in der Kategorie Genderforschung/ Genderthemen in Qualifikationsarbeiten aus. Weitere Informationen sind hier einsehbar. Hintergründe zum Bielefelder Gleichstellungspreis finden Sie hier.

Gender-Gastprofessorin an der Fakultät für Physik

Beginnend mit dem Sommersemester 2018 übernimmt für eine Jahr Prof. Dr. Uta Klement  von der Chalmers University of Technology in Göteborg die Gender-Gastprofessur an der Fakultät für Physik. Weitere Informationen zu Inhalten und Terminen finden Sie hier.

Dokumentation der Konferenz "GENDER 2020" online

Zur Konferenz "Gender 2020 - Kulturwandel in der Wissenschaft steuern" kamen Anfang 2017 Hochschulleitungen, Spitzen aus Wissenschaftsorganisationen und Politik, Gleichstellungsakteur*innen sowie Geschlechterforscher*innen an der Universität Bielefeld auf Einladung der BuKoF zusammen, um über einen dringend notwendigen geschlechtergerechten Kulturwandel in der Hochschule und Wissenschaft zu diskutieren. Wir freuen uns sehr, nun eine Broschüre und einen Film zur Konferenz als Ergebnis dieses fruchtbaren Zusammentreffens präsentieren zu dürfen.

Die dort gehaltene Keynote von Prof. Dr. Londa Schiebinger, John L. Hinds Professor of History of Science, Stanford University zu "Gendered Innovations in Science, Health & Medicine, Engineering and Environment" traf auf großes Interesse an der Universität Bielefeld, welche sich aktuell im Aufbau einer medizinischen Fakultät befindet.