Gleichstellung als Ziel

Männer und Gleichstellung

Die Entwicklung von Frauenförderung hin zu Gleichstellung zielt nicht mehr allein auf Frauen, sondern auch auf die Verantwortung von Männern. Aufgrund dieser historischen Entwicklung und dem weiterhin notwendigerweise bestehenden Schwerpunkt auf Frauen ist nicht immer deutlich, wie auch Männer von Gleichstellungsmaßnahmen profitieren können.

Ein prominentes Beispiel ist die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ursprünglich als Frauenfördermaßnahme gedacht, nutzen zunehmend auch Männer, die aktive Väter sein und eine gleichberechtigte Berufsbiographie von Partner*innen unterstützen wollen, die Möglichkeiten zu Eltern- und Teilzeit. Zwar sind die Anteile der Männer, die diese Angebote nutzen, immer noch deutlich geringer als die von Frauen, dennoch ist die Wahlfreiheit heute auch für Männer deutlicher gegeben als dies früher der Fall war. Gerade bei formal höher Qualifizierten wird eine nicht-traditionelle Rollenaufteilung in der Familie häufig von den Beteiligten gewünscht - wenn dies auch nicht immer umgesetzt wird oder werden kann. Bei der Förderung von Doppelkarrierepaaren können von vornherein beide Partner*innen in den Blick genommen werden und direkt profitieren.

Eine besondere Rolle spielen nicht zuletzt die Väter berufstätiger Töchter: Hier scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass Gleichstellungsmaßnahmen tatsächlich notwendig und begrüßenswert sind. Dies ist umso wichtiger, als diese Väter häufig zur Generation derjenigen gehören, die aktuell Führungsverantwortung tragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktuelles

Universität Bielefeld bundesweit eine von zehn Hochschulen mit Spitzenbewertung im Professorinnenprogramm III von Bund und Ländern

Die Universität Bielefeld hat für ihr Gleichstellungszukunftskonzept im Professorinnenprogramm III des Bundes und der Länder das Prädikat „Gleichstellung: ausgezeichnet!“ erhalten. Sie ist damit bundesweit eine von zehn Hochschulen mit der Spitzenbewertung. Das Professorinnenprogramm zielt darauf ab, die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu fördern.

Bielefelder Gleichstellungspreis 2018

Am Freitag, den 05. Oktober 2018 erhielten Tanja Reißig für ihre Bachelorarbeit, Tabea Schroer für ihre Masterarbeit und Katharina Wojan für ihre Dissertation beim Jahresempfang der Universität den Bielefelder Gleichstellungspreis in der Kategorie Genderforschung/ Genderthemen in Qualifikationsarbeiten.

Gender-Gastprofessorin an der Fakultät für Physik

Beginnend mit dem Sommersemester 2018 übernimmt für ein Jahr Prof. Dr. Uta Klement  von der Chalmers University of Technology in Göteborg die Gender-Gastprofessur an der Fakultät für Physik. Weitere Informationen zu Inhalten und Terminen.

Dokumentation der Konferenz "GENDER 2020"

Zur Konferenz "Gender 2020 - Kulturwandel in der Wissenschaft steuern" kamen 2017 Hochschulleitungen, Spitzen aus Wissenschaftsorganisationen und Politik, Gleichstellungsakteur*innen sowie Geschlechterforscher*innen an der Universität Bielefeld auf Einladung der bukof zusammen, um über einen dringend notwendigen geschlechtergerechten Kulturwandel in der Hochschule und Wissenschaft zu diskutieren. Wir freuen uns sehr, nun eine Broschüre und einen Film zur Konferenz als Ergebnis dieses fruchtbaren Zusammentreffens präsentieren zu dürfen.

Die Keynote von Prof. Dr. Londa Schiebinger, John L. Hinds Professor of History of Science, Stanford University zu "Gendered Innovations in Science, Health & Medicine, Engineering and Environment" traf auf großes Interesse an der Universität Bielefeld, welche aktuell die Medizinische Fakultät aufbaut.