BiFoKi - Das Projekt

Worum geht es in BiFoKi?

Ziele

Im Zuge der (Weiter-)Entwicklung eines inklusiven Regelschulsystems sind Schulen gefordert, angemessene Lernbedingungen für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen. Tragfähige Kooperationen innerhalb von Schulen und zwischen Schule und Elternhaus gelten hierbei als wichtige Gelingensbedingungen. Das Projekt BifoKi (?Bielefelder Fortbildungskonzept zur Kooperation in inklusiven Schulen?) bietet Fortbildungen speziell für inklusive Ganztagsschulen an, weil hier Kooperationsanforderungen kumulieren und vorliegende Befunde auf Schwierigkeiten in der Etablierung innerschulischer, multiprofessioneller Kooperationen sowie in der Gestaltung von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Schule und Elternhaus hindeuten. Das interdisziplinäre Fortbildungskonzept adressiert Schulleitungen, Jahrgangsteams und Eltern und soll an insgesamt 30 inklusiv arbeitenden Gesamt- und Sekundarschulen kostenlos durchgeführt und wissenschaftlich begleitet werden. Neben Befragungen der Fortbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer werden auch Veränderungen im Wohlbefinden und in der Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen und Klassen erfasst. BiFoKi verspricht neue Erkenntnisse zu Bedingungen und Wirkungen effektiver Kooperationsbeziehungen in inklusiven Schulen. Aufbauend auf den Ergebnissen der Evaluation wird die Fortbildung zur weiteren Verbreitung in der Praxis aufbereitet.

An einer Teilnahme interessierte Schulen sind herzlich eingeladen, sich per Email an bifoki@uni-bielefeld.de zu wenden.

Warum adressiert BiFoKi inklusiv arbeitende Schulen?

Inklusive Schulen sind im Sinne der UN-Konvention (UN-BRK 2006) gefordert, angemessene Lernbedingungen für alle Schüler_innen einschließlich solcher mit Beeinträchtigungen zu schaffen. Aus diesem Grund und weil Schüler_innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf oftmals aus benachteiligten Familien stammen, ist hier von einem erhöhten Kooperationsbedarf auszugehen. Gleichzeitig weisen vorliegende, auf den deutschen Sprachraum bezogene Studien auf deutliche Optimierungsbedarfe in der multiprofessionellen Kooperation und der schulischen Elternarbeit - auch an nicht-inklusiven Regelschulen - hin.

Wie hängen BiFoKi und BiLieF zusammen?

In BiLieF, der Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements, wurden die psychosoziale und die Lernentwicklung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen von der 3. Klasse bis zum Anfang der Sekundarstufe untersucht. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere proximale Kontextfaktoren eine positive Entwicklung befördern. Auf Basis von Gruppendiskussionen mit Kollegien an Schulen, in denen sich die Kinder besonders gut entwickeln, wurde die multiprofesionelle Kooperation im Kollegiums als ein möglicher Erfolgsfaktor herausgearbeitet. Daran anknüpfend fokussiert BiFoKi Kooperation an inklusiven Schulen der Sekundarstufe und adressiert dabei sowohl Kooperation in den Kollegien als auch zwischen Schule und Eltern. Wesentliche Erweiterungen gegenüber BiLieF sind das Studiendesign, mit dem die Wirksamkeit von Kooperation in den Blick genommen wird, und die Ausweitung der Datenbasis auf ganze Schulklassen, in denen Kinder ohne und mit - ganz unterschiedlichen - Förderbedarfen unterrichtet werden.

Kontakt

Sie wünschen Information zu unserem Projekt oder haben Fragen bezüglich unserer Studie? Gerne helfen Ihnen unsere Projektmitarbeiter weiter. Wenden Sie sich dafür bitte an:

Frau Dr. Julia Gorges

Universität Bielefeld
Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
Abteilung für Psychologie
BiFoKi
Postfach 100131
D-33501 Bielefeld

Fon:    +49 (0)521 106-67629
Fax:     +49 (0)521 106-156865

E-Mail: bifoki@uni-bielefeld.de

Förderhinweis

FKZ 01NV1732