BiFoKi - Das Projekt

Worum geht es in BiFoKi?

Ziele

Im Zentrum von BiFoKi steht die Entwicklung und Evaluation einer Fortbildung für inklusiv arbeitende Gesamt- und Sekundarschulen. Die Fortbildung zielt darauf ab, die multiprofessionelle Kooperation zwischen allen schulischen Akteur_innen sowie die Zusammenarbeit mit den Eltern zu unterstützen. Gelingende Kooperationen sollten - so die forschungsleitende Annahme - zu einer positiven psychosozialen und Lernentwicklung aller Schülerinnen und Schüler sowie zu einem besseren Wohlbefinden und einer höheren Arbeitszufriedenheit des Schulpersonals beitragen. Mit der Evaluation wird überprüft, inwiefern die Fortbildungen Veränderungen bei den Adressatengruppen und auch bei den indirekt invovierten Schülerinnen und Schülern anstoßen konnte.

Nutzbarkeit der Ergebnisse

Mit Abschluss der Evaluation liegt ein erprobtes Fortbildungskonzept vor, welches perspektivisch durch ein Train-the-TrainerKonzept auch weiteren Schulen zur Verfügung steht.

In BiFoKi werden außerdem zentrale Desiderata der nationalen, aber auch internationalen Forschung zu den Bedingungen und Folgen von Kooperationsbeziehungen im Kontext schulischer Inklusion bearbeitet. Die Projektergebnisse versprechen daher eine substantielle Erweiterung der bislang schmalen Befundlage a) zur Deskription der hiesigen Kooperationspraxis in inklusiven Schulen, b) zur generellen Wirkung multiprofessioneller Kooperation und schulischer Elternarbeit auf das Befinden und die Lernentwicklung aller SchülerInnen sowie c) zu systemtheoretisch naheliegenden Wechselwirkungen zwischen Veränderungen auf allen Ebenen (Unterrichts-, Personal- und Schulentwicklung).
Warum adressiert BiFoKi inklusiv arbeitende Schulen?

Inklusive Schulen sind im Sinne der UN-Konvention (UN-BRK 2006) gefordert, angemessene Lernbedingungen für alle Schüler_innen einschließlich solcher mit Beeinträchtigungen zu schaffen. Aus diesem Grund und weil Schüler_innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf oftmals aus benachteiligten Familien stammen, ist hier von einem erhöhten Kooperationsbedarf auszugehen. Gleichzeitig weisen vorliegende, auf den deutschen Sprachraum bezogene Studien auf deutliche Optimierungsbedarfe in der multiprofessionellen Kooperation und der schulischen Elternarbeit - auch an nicht-inklusiven Regelschulen - hin.

Wie hängen BiFoKi und BiLieF zusammen?

In BiLieF, der Bielefelder Längsschnittstudie zum Lernen in inklusiven und exklusiven Förderarrangements, wurden die psychosoziale und die Lernentwicklung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen von der 3. Klasse bis zum Anfang der Sekundarstufe untersucht. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere proximale Kontextfaktoren eine positive Entwicklung befördern. Auf Basis von Gruppendiskussionen mit Kollegien an Schulen, in denen sich die Kinder besonders gut entwickeln, wurde die multiprofesionelle Kooperation im Kollegiums als ein möglicher Erfolgsfaktor herausgearbeitet. Daran anknüpfend fokussiert BiFoKi Kooperation an inklusiven Schulen der Sekundarstufe und adressiert dabei sowohl Kooperation in den Kollegien als auch zwischen Schule und Eltern. Wesentliche Erweiterungen gegenüber BiLieF sind das Studiendesign, mit dem die Wirksamkeit von Kooperation in den Blick genommen wird, und die Ausweitung der Datenbasis auf ganze Schulklassen, in denen Kinder ohne und mit - ganz unterschiedlichen - Förderbedarfen unterrichtet werden.

Kontakt

Sie wünschen Information zu unserem Projekt oder haben Fragen bezüglich unserer Studie? Gerne helfen Ihnen unsere Projektmitarbeiter weiter. Wenden Sie sich dafür bitte an:

Frau Dr. Julia Gorges

Universität Bielefeld
Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
Abteilung für Psychologie
BiFoKi
Postfach 100131
D-33501 Bielefeld

Fon:    +49 (0)521 106-67629
Fax:     +49 (0)521 106-156865

E-Mail: bifoki@uni-bielefeld.de

Förderhinweis

FKZ 01NV1732