Forschung

Ein zentraler Teil des Berichts an den Wissenschaftsrat betrifft die Beschreibung des geplanten Forschungsprofils. Dabei geht es um die Frage, wie die Universität Bielefeld einen neuen und relevanten Beitrag im Bereich der hochschulmedizinischen Forschung in Deutschland leisten kann. Ausgehend von den vorhandenen Stärken und Besonderheiten der Universität Bielefeld sowie der Region Ost-westfalen-Lippe wurden zwei Forschungsschwerpunkte identifiziert. Beide Schwerpunkte folgen dem Leitgedanken der Interdisziplinarität und bauen auf eine enge Kooperation der neuen Fakultät mit den bestehenden Fakultäten sowie mit Kliniken und anderen Forschungseinrichtungen auf. Die Forschungsschwerpunkte sollen einen Bogen von Grundlagenforschung bis in die Anwendung in Klinik und dem Bereich niedergelassener Ärztinnen und Ärzte spannen und darüber hinaus mögliche Konsequenzen für das Versorgungssystem in den Blick nehmen. Insbesondere werden die mit ärztlichen Tätigkeiten assoziierten Kompetenzen (z.B. Ärzt_innen-Patient_innen-Kommunikation, Interdisziplinarität, Interprofessionalität) frühzeitig eingebunden, um auf diese Weise auch einen Beitrag zur Aufwertung der hausärztlichen Tätigkeit zu leisten. Im Fokus eines Forschungsschwerpunktes sollen neuropsychiatrische Krankheitsbilder stehen, die sowohl von Prozessen im Gehirn, genetischen Anlagen, aber auch von Umweltbedingungen beeinflusst werden. Der andere Forschungsschwerpunkt soll sich mit Fragestellungen medizinrelevanter Informations- und Kommunikationstechnologien und der Vernetzung von Akteurinnen und Akteure im Gesundheitsbereich befassen. Perspektivisch sollen zudem weitere Forschungsfelder etabliert werden.