M.A. Fabian Hundertmark

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Abteilung Philosophie
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Lehre

WiSe 2016/2017

Philosophie der Wahrnehmung (eKVV Link)

SoSe 2015

Vielfalt der Bedeutung in Sprache und Geist: Ruth Millikans Biosemantik (eKVV Link)

SoSe 2014

Was spricht für die Existenz Gottes oder anderer übernatürlicher Kräfte? (eKVV Link)

WiSe 2012/2015
- WiSe 2014/2015

Tutorien zu den Grundkursen Theoretische und Praktische Philosophie

Forschung

Dissertationsprojekt: Der Begriff der Funktion in der Teleosemantik

Intentionale Zustände oder auch mentale Repräsentationen, wie Überzeugungen und Wünsche, zeichnen sich insbesondere durch ihren Gehalt aus. Man glaubt oder wünscht nicht nur. Man glaubt oder wünscht, dass etwas der Fall ist. Das, was man glaubt oder wünscht, ist der repräsentationale Gehalt. Die Überzeugung, dass die Sonne scheint, hat etwa den repräsentationalen Gehalt, dass die Sonne scheint.

In meiner Dissertation beschäftige ich mich mit der Teleosemantik. Dieser Theorienfamilie liegt die Idee zugrunde, dass sich repräsentationale Gehalte aus biologischen Funktionen ergeben. Den meisten teleosemantischen Theorien zufolge ist die biologische Funktion eines Merkmals das, wofür dieses Merkmal selektiert wurde. Dieser ätiologische Funktionsbegriff ist also evolutionär und historisch begründet.

Die Teleosemantik ist eine der meistdiskutierten und aussichtsreichsten naturalistischen Theorien mentalen Gehalts, insbesondere da sie sowohl den spezifischen Gehalt mentaler Repräsentationen, als auch Fehlrepräsentationen erklären kann. Doch steht die Teleosemantik auch vor zahlreichen Problemen. So lässt sie etwa unser Wissen über Gehalte und Erklärungen mit ihrer Hilfe rätselhaft werden und produktive Systeme, die nie dagewesene Repräsentationen hervorbringen, können nicht erklärt werden.

Der beachtliche Erklärungserfolg auf der einen Seite und die Schwierigkeiten der Teleosemantik auf der anderen Seite lassen sich auf den ätiologischen Funktionsbegriff zurückführen. Aus diesem Grund ist es das Ziel meiner Dissertation, einen alternativen Funktionsbegriff zu entwickeln, der eine überzeugende teleosemantische Theoriebildung ermöglicht, und gewährleistet, dass die resultierende Theorie die Probleme der klassischen Teleosemantik vermeidet.

Meine Dissertation ist Teil des Projektes Advancing Teleosemantics (Teleosemantik weitergedacht) und wird finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

 

Vorträge

25. September 2017 Ein ätiologisch-epistemisches Argument für den ontologischen Naturalismus

auf dem XXIV. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Philosophie - Norm und Natur, Berlin

7. September 2017 Explaining How to Perceive the New

auf dem Workshop Teleosemantics and the Nature of Functions, Bielefeld

22. August 2017 Teleosemantics and Selected Dispositions

auf der European Congress of Analytic Philosophy (ECAP 9), München

8. September 2016 Productive Functions and Etiological Disposion Theory

Round Table Discussion zum Thema "Philosophical Theories of Biological Function" mit Thomas Bonnin und Alessandra Passariello auf der European Advanced School in the Philosophy of the Life Sciences 2016, Wien (Österreich)

12. Juli 2016 Warum Mary nicht weiß, dass sie Qualia hat:
Das ätiologisch-epistemische Argument für den Physikalismus

im Arbeitskreis Bewusstsein, Münster

15. September 2015 Produktivität als Problem für die Teleosemantik

auf der GAP.9 - Philosophie zwischen Lehnstuhl und Labor, Osnabrück

6. Juli 2013 Content Determinacy Challenges

zusammen mit Peter Schulte auf dem Autorenkolloquium mit Karen Neander „Teleosemantics - The Natural and the Normative“, Fribourg (Schweiz)

14. September 2012 Nichtabgeleitete Repräsentationen und die These des erweiterten Geistes

auf der Salzburger Tagung für Junge Analytische Philosophie 2012, Salzburg (Österreich)

Workshops

Publikationen

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Links

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