Véronique Zanetti
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Abteilung Philosophie
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Werdegang

Wissenschaftlicher Steckbrief

Nach einem Philosophie-Studium an der Universität Genf war ich Assistentin von Prof. Gerhard Seel an der Universität Bern und dann Postdoc-Mitarbeiterin von Prof. Jean-Claude Wolf an der Universität Fribourg. Meine Doktorarbeit behandelt einen Aspekt der kantischen Philosophie, der immer noch verhältnismäßig wenig erforscht ist, nämlich das Problem der Verbindung zwischen Naturkausalität und der Kausalität der Freiheit und die Vermittlerrolle der Naturteleologie. Die Arbeit trägt den Titel: La Nature a-t-elle une fin? Le problème de la téléologie chez Kant, Bruxelles: Ousia, 1994.

 

In meiner Habilitation habe ich mich von einem Gebiet der theoretischen Philosophie in den Bereich der politischen Philosophie bewegt. Kant blieb eine wichtige Säule. Ich habe mich gefragt, weshalb moralische Universalisten und politische Kosmopoliten wie Kant und Rawls sich dem Prinzip der humanitären Intervention gegenüber verweigern. Aus dieser Ausgangsfrage hat sich eine grundsätzliche Analyse des Problems der humanitären Intervention und der Implikationen des moralischen Kosmopolitismus entwickelt. Diese Überlegungen haben ihren Niederschlag gefunden in einer Veröffentlichung mit dem Titel L’intervention humanitaire.Droits des individus, devoirs des États, Genève: Labor et Fides 2008.

 

Meine Schwerpunkte liegen in den letzten Jahren in der Philosophie der internationalen Beziehungen.  Zum aktuellen Forschungsbereich gehört außerdem die begriffliche und phänomenologische Analyse moralischer Kompromisse und die Untersuchung ihres Beitrags zur politischen Lösung von gesellschaftlichen Konflikten.

 

 

CV

  Geboren in Lausanne (Schweiz)
1979-1985 Studium der Philosophie, Musikwissenschaft und Anglistik in Genf
1985-1987 Wiss. Mitarbeiterstelle in Siegen
1987-1988 Vertretung einer Wiss. Assistentenstelle in Genf
1988-1993 Wiss. Assistentenstelle in Bern. Dissertation über das Problem der Teleologie bei Kant (1993)
1994-1997 Assistentenstelle in Fribourg (Schweiz)
1997-1999 Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds für die Ausarbeitung der Habilitation über ethische Aspekte der politischen Intervention. In dieser Zeit Visiting Fellowship and der Columbia University, New York
Februar 2001 Abschluss der Habilitation
2002-2003 Proseminar EPG an der Universität Tübingen
Seit 2003 Die Eidgenössische Ethikkommission für die  Biotechnologie im Ausserhumanbereich
Seit 2004 Prof. für Philosophie in Bielefeld

 

Academic career

1979-1985: MA-Studies in Geneva: Philosophy, English Literature and Musik
1985-1988: PhD research position in Siegen.
1988-1993: Assistant Professor in Bern. PhD in Philosophy. Titel: La nature a-t-elle une fin? Le problème de la téléologie chez Kant.
1994-1997: Assistant Professor in Fribourg (CH).
February 1995: Birth of our son Gabriel.
1997-1999: Grand from the Swiss National Funds for Research. During that period, one term as visiting scholar at Columbia University in New York by Prof. Thomas Pogge.
February 2001: Habilitation in Fribourg (CH) with a study on the ethical aspects of humanitarin Intervention. Titel: Universalisme des droits et stratégies de paix. Réflexions éthiques autour du droit d?intervention humanitaire.
2003-2015: Member of the Swiss Federal Ethics Commitee on Non-Human Biotechnology.
Since 2004: Professor for political philosophy at the university of Bielefeld.
Since 2015: Member of the directory board at the Center for Interdisciplinary research (ZiF) in Bielefeld
2015-2017: VW Opus-Magnum Grand
2017: Visiting Professor at the ANU in Camberra (from January to April).
Since 2017: Executive Director at the Center for Interdisciplinary Research (ZiF) in Bielefeld

 

Forschungsgebiete

Ethik, Politische Philosophie, Rechtsphilosophie, Kant