Über die Studie

Der European Social Survey (ESS) ist eine international anerkannte und breit genutzte Referenzstudie der vergleichenden empirischen Sozialforschung, die seit 2002 alle zwei Jahre durchgeführt wird. Als gesamteuropäisches Infrastrukturprojekt der Sozialwissenschaften zielt es auf eine gesellschaftliche Dauerbeobachtung und ist hohen methodischen Ansprüchen verpflichtet. Der ESS erhebt Daten über Einstellungen und Verhaltensmuster der europäischen Bevölkerung. Bis zu 36 Länder haben jeweils an den bisherigen Wellen des ESS in den Jahren 2002, 2004, 2006, 2008, 2010, 2012 und 2014 teilgenommen. Die achte Welle wird im Jahr 2016 durchgeführt.

 

Über uns

Die deutsche Teilstudie ist im ESS durch ein nationales Koordinationsteam (NCT) um Stefan Liebig (Universität Bielefeld) als ‚National Coordinator‘ (NC) vertreten. Weitere Mitglieder des Teams sind Jan W. van Deth (Universität Mannheim), Edeltraud Roller (Johannes Gutenberg-Universität Mainz), Sigrid Roßteutscher (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Christof Wolf (Universität Mannheim und GESIS) sowie Michael Weinhardt (Universität Bielefeld) als Geschäftsführer.

 

Prof. Dr. Stefan Liebig Prof. Dr. Jan W. van Deth Prof. Dr. Edeltraud Roller

Prof. Dr. Stefan LiebigUniversität Bielefeld

Prof. Dr. Jan W. van DethUniversität Mannheim

Prof. Dr. Edeltraud RollerJohannes Gutenberg-Universität Mainz

Prof. Sigrid Roßteutscher, PhD Prof. Dr. Christof Wolf  

Prof. Sigrid Roßteutscher, PhDGoethe-Universität Frankfurt a.M.

Prof. Dr. Christof WolfGoethe-Universität Frankfurt a.M.

 

 

NCT-MitgliedKontaktdaten
Prof. Dr. Stefan Liebig
(Sprecher der Projektgruppe)
E-Mail: stefan.liebig[at]uni-bielefeld.de
Prof. Dr. Jan W. van Deth E-Mail: jvdeth[at]uni-mannheim.de
Prof. Dr. Edeltraud Roller E-Mail: roller[at]politik.uni-mainz.de
Prof. Sigrid Roßteutscher, PhD E-Mail: rossteutscher[at]soz.uni-frankfurt.de
Prof. Dr. Christof Wolf E-Mail: christof.wolf[at]gesis.org

Anfragen zum ESS können in Deutschland an die Geschäftsführung geschickt werden:
michael.weinhardt[at]uni-bielefeld.de

Für den Bereich Wissensvermittlung ist Christian Schnaudt zuständig:
schnaudt[at]uni-mannheim.de

Wissenschaftliche Hilfskräfte:
Mirjam Priemer: mirjam.priemer[at]uni-bielefeld.de
Izumi Linda Klockmann: izumi.klockmann[at]uni-bielefeld.de

 

Förderung

Die ersten sieben Wellen wurden im Rahmen ihres Langfristförderprogramms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die ursprünglichen Antragsteller waren Jan W. van Deth (Universität Mannheim), Oscar W. Gabriel (Universität Stuttgart), Heiner Meulemann (Universität Köln) und Edeltraud Roller (Universität Mannheim). Die Förderung der achten Welle wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übernommen.

 

Erhebungsinstitute

Die Befragungen für das deutsche Teilprojekt des ESS wurden für Welle eins bis vier vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) Bonn und in Welle 5 von TNS Infratest Sozialforschung in München durchgeführt. Seit der sechsten Welle wird der ESS wieder von infas erhoben.

 

Methoden

Der ESS wird in Deutschland als CAPI-Studie durchgeführt. CAPI steht für "Computer Assisted Personal Interview" bzw. "Rechner-unterstützte persönliche Befragung". Die Befragung erfolgt in deutscher Sprache, der Fragebogen basiert auf einem Quellfragebogen in englischer Sprache. Einzelne Fragen, z.B. zu politischen Parteien, Bildungsgrad der Befragten, Familienstand etc. werden jedoch den nationalen Gegebenheiten angepasst und länderspezifisch abgefragt. Die ESS-Stichproben sind repräsentativ für die in Deutschland lebenden Personen, die älter als 15 Jahre sind (keine obere Altersgrenze), ungeachtet ihrer Nationalität, Staatsbürgerschaft oder Sprache. Die Personen werden in einem strikten Zufallsverfahren ausgewählt. Für Deutschland wird eine Stichprobengröße von 3.000 befragten Personen angestrebt. Die Stichprobenziehung erfolgt unter Einhaltung aller Regeln des Datenschutzes anhand eines strikt randomisierten Auswahlverfahrens in zwei Stufen (zunächst Auswahl von Gemeinden, dann Auswahl von Adressen aus den jeweiligen Einwohnermeldeamtsregistern). Für die alten und die neuen Bundesländer werden zwei unabhängige und äquivalente Stichproben gezogen, um qualitativ hochwertige Vergleiche zu ermöglichen.

Um tatsächlich substantielle Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zwischen mehr als zwanzig Ländern oder Ländergruppen feststellen zu können, muss die Vergleichbarkeit der Daten sichergestellt sein. Im ESS existieren deshalb sehr strenge methodische Anforderungen für die Datenerhebung, die international vorgegeben sind. Die teilnehmenden Länder sind an die gleichzeitige Einhaltung der Standards z.B. im Stichprobendesign, der Fragebogenübersetzung, der Erhebung soziodemographischer Merkmale, der Interviewführung etc. gebunden. Zudem gehören eine Reihe von Maßnahmen zur Sicherstellung einer hohen Qualität der nationalen Daten zum festen Bestandteil des Arbeitsprogramms sowohl der Länderteams als auch des Norwegian Social Science Data Services (NSD), der für die Aufbereitung und Bereitstellung der internationalen Datensätze verantwortlich ist.