Forschungsgruppen

Forschungsgruppen (FGs) sind längerfristige, interdisziplinäre Projekte. Für mehrere Monate, in der Regel für ein Jahr, wohnen die Fellows am ZiF und arbeiten unter einem breiteren Rahmenthema zusammen. FGs stellen das Kernformat der ZiF-Aktivitäten dar.

Gesamtliste aller Forschungsgruppen

Residente Forschungsgruppen

Forschungsgruppe

Multimodale Rhetorik in der Onlinemedien-Kommunikation

2020

Die Forschungsgruppe wird untersuchen, wie die rasante Vermehrung von Medienplattformen es politischen Gruppierungen ermöglicht, rhetorische Diskurse ins Leben zu rufen und zu lenken, die die in traditionellen konsensbasierten Medienrahmen geführten Diskurse zunehmend verdrängen. Ein flagrantes Beispiel ist zurzeit höchst personalisierte Werbung, in der falsche Nachrichten nach Nutzerprofilen konstruiert werden und durch Plattformen wie Twitter sich schneller verbreiten als traditionelle Nachrichten. Daraus folgt die dringende Notwendigkeit, die Mechanismen solcher Diskurse zu verstehen. Dazu gehört eine detaillierte Auseinandersetzung mit den als Träger solcher Diskurse identifizierten Erscheinungsorten sowie mit den für diese Diskurse eingesetzten multimodalen kommunikativen Strategien (linguistisch, visuell, filmisch).

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Forschungsgruppen in Vorbereitung

Forschungsgruppe

Weltweite Anfechtungen von Frauen- und Geschlechterrechten

2020/2021

Ausgangsannahme der Forschungsgruppe ist die Feststellung, dass Menschen- und Gleichheitsrechte niemals universell waren, und niemals inklusiv – trotz des Versprechens der politischen Revolutionen vor und nach 1800. Im Gegenteil, Geschlecht hat sich weltweit zunehmend als Kategorie sozialer Ungleichheit verstetigt. Die Diskrepanz zwischen rechtlich garantierter Gleichheit und faktischer Kontinuität von Geschlechterungleichheit bildet den Hintergrund des geplanten Arbeitsprogramms. Untersuchungsgegenstand aber die weltweite Transformation der Semantik der Gleichheitsrechte in eine Arena kontroverser Auseinandersetzungen. Die Forschungsgruppe wird untersuchen, wie der bislang unterstellte normative Konsens zum Gleichheitsgrundsatz in der jüngeren Vergangenheit in der politischen Öffentlichkeit strittig geworden ist. Dies wird in drei empirischen Feldern exemplarisch untersucht, innerhalb derer diese Kontroversen weltweit besonders manifest sind: (1) geschlechtliche Arbeitsteilung, (2) Religion und (3) die Vergeschlechtlichung von Staatsbürgerschaft und die Infragestellung sexueller Rechte.

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Forschungsgruppen in Nachbereitung

Forschungsgruppe

Situationsmodelle: Neue Perspektiven auf das kognitive Verhalten von Menschen, Tieren und Maschinen

2019/2020

Aktuelle Fortschritte der Kognitiven Neurowissenschaften (KN, der Kombination von Psychologie und Hirnforschung) zeichnen uns zunehmend deutliche Umrisse wichtiger Kernkomponenten von kognitivem Verhalten und deren Rolle beim Zustandekommen der beim Menschen und vielen Spezies des Tierreichs (z.B. Nagetiere, Affen) beeindruckenden Flexibilität und Kontextsensitivität. Gleichzeitig sehen wir wichtige Durchbrüche im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik: dort eröffnen Verbindungen von deep learning mit weiteren maschinellen Lernverfahren – zusammen mit der Verfügbarkeit hochentwickelter Roboterplattformen, neuen Interaktionsszenarien und sehr großen Datensätzen – neue Wege, um intelligentes Verhalten durch Lernen vorwiegend aus Daten und Interaktion zu synthetisieren.

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