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Verfahrensstand

  • Auswahlverfahren durch Berufungskommission
Die Technische Fakultät der Universität Bielefeld und das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB streben die gemeinsame Besetzung einer

W3-Professur für Kooperative Robotik mit Schwerpunkt „Automation in der Produktion“

in Personalunion mit der

Leitung der Abteilung für Kognitive Automatisierungstechnologien am Standort Lemgo des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

an.

Der Institutsteil IOSB-INA in Lemgo bietet innovative Hard- und Softwarelösungen in den Bereichen Industrielles Internet, Intelligente Automation und Usability technischer Systeme. Die Vernetzung, die Analyse und Überwachung sowie die benutzergerechte Gestaltung technischer Systeme in Verbindung mit Anwendungswissen aus der Automation stellen seine Kernkompetenzen dar.

Sie sind im Bereich der Robotik in Forschung und Lehre hervorragend qualifiziert und international ausgewiesen. Es werden insbesondere einschlägige Forschungsarbeiten erwartet, die das klare Potential erkennen lassen, einen Forschungsschwerpunkt im Bereich Kooperative Robotik mit Schwerpunkt „Automation in der Produktion“ aufbauen zu können.

Zu den Aufgaben der Professur gehören insbesondere die Erforschung neuer Methoden und Algorithmen, die der Tatsache Rechnung tragen, dass zukünftig heterogene Teams aus Robotern mit unterschiedlichen Fähigkeiten den Menschen bei Produktionsprozessen unterstützen und ergänzen werden. Die verteilte Synchronisation von solchen Teams, der Erwerb von Fähigkeiten durch Roboter in Kooperation mit Menschen, sowie die dynamische Planung und Rekonfiguration von automatisierten Abläufen unter Unsicherheit und Modellierung der anderen Team-Mitglieder stellen wichtige technische und wissenschaftliche Herausforderungen dar.

Mögliche thematische Forschungsschwerpunkte der Professur sind Folgende:

  • Methoden und Architekturen für die Synchronisation und Steuerung mehrerer autonomer Agenten, insbesondere Roboter, in Kooperation mit menschlichen Akteuren
  • Evaluation und Forschung zu anthropometrischen, arbeitsphysiologischen und kognitiven Aspekten der Mensch-Roboter Kooperation
  • Methoden und Verfahren, welche den Erwerb von Fähigkeiten durch Roboter in Kooperation mit dem Menschen unterstützen (z.B. Imitation Learning, Tutoring, ...)
  • Methoden und Algorithmen zur verteilten Planung unter Rahmenbedingungen von heterogenen Teams bei komplexen Aufgaben
  • Algorithmen für die Roboterkontrolle mit Schwerpunkt auf aktiver und passiver Nachgiebigkeit von elastischen Aktoren
  • Methoden zur Gestaltung der Sicherheit (Safety) in der Mensch-Robot-Interaktion, insbesondere in der kooperativen Manipulation
  • Wearable Robotics und Exoskelette
Die Fähigkeit, zu den oben genannten Forschungsschwerpunkten beizutragen, soll durch entsprechende Publikationen und wissenschaftliche Vorarbeiten nachgewiesen werden. Das Potential zur Anwendung der Methoden im Bereich der Automatisierung in der Produktion soll überzeugend dargelegt werden.

Erwartet werden Erfahrung in der Leitung von wissenschaftlichen Projekten, insbesondere Verbundprojekten, sowie die Fähigkeit zur Einwerbung substantieller Drittmittel auf nationaler und internationaler Ebene. Idealerweise verfügen Sie über Erfahrung in der Durchführung von Projekten mit Industriepartnern.

Einstellungsvoraussetzungen sind neben den allgemeinen dienstrechtlichen Voraussetzungen ein abgeschlossenes Hochschulstudium, pädagogische Eignung, eine herausragende Promotion sowie zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die in der Regel durch eine Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen, die auch außerhalb des Hochschulbereichs erbracht sein können, nachgewiesen werden und ausschließlich und umfassend im Berufungsverfahren bewertet werden.

Auf Sie warten vielseitige Projekte mit hohem Praxisbezug und ein großer Gestaltungsfreiraum in der Forschung. Die Universität Bielefeld und die Fraunhofer-Gesellschaft bekennen sich nachdrücklich zu dem Ziel eines familiengerechten Forschungs- und Lehrbetriebs. Sie bieten ihren Mitarbeitenden flexible Arbeitszeiten und Unterstützungsangebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Universität und Fraunhofer-Gesellschaft streben eine Erhöhung des Anteils von Frauen in Forschung und Lehre an und fordern qualifizierte Wissenschaftlerinnen daher ausdrücklich auf, sich zu bewerben.

Bewerber*innen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 oder diesen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung bevorzugt. 

Folgende Bewerbungsunterlagen werden erbeten:
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse und Urkunden
  • Vollständiges Schriften- und Vortragsverzeichnis unter Nennung der wichtigsten Publikationen
  • Weitere aussagekräftige Darstellungen der Forschung
  • Lehrkonzept
  • Kurzes Exposé zu den Vorstellungen zur zukünftigen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie Lehrtätigkeit
Ihre Bewerbung richten Sie bitte in zweifacher Ausfertigung bis zum 31.10.2019 an folgende Adressen:

Universität Bielefeld
Dekan der Technischen Fakultät
Prof. Dr. Markus Nebel
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld

und an den

Institutsleiter des Fraunhofer IOSB
Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Beyerer
Fraunhoferstraße 1
76131 Karlsruhe