• Distance Teaching and Learning

    Didaktische Unterstützung und Hinweise für (digitale) Lehre

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Distance Teaching and Learning

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Angesichts der veränderten Rahmenbedingungen gilt es nun, die vorhandenen digitalen Möglichkeiten zu nutzen und darüber nachzudenken, wie sich Studierende Wissen und Methoden erarbeiten können, ohne vor Ort an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Dies wird für die meisten von uns bedeuten zu improvisieren. Wie können Sie Ihre (digitale) Lehre in dieser Situation didaktisch sinnvoll und pragmatisch planen? Das ZLL unterstützt Sie nach Kräften in dieser Experimentierphase und stellt Hinweise auf dieser Seite bereit.

Allgemeines

Didaktische Hinweise

Unabhängig von spezifischen Lehrformaten können sich Lehrende bei der Umstellung auf Distance Teaching and Learning an folgenden allgemeinen Hinweisen orientieren:

  • Kein vollständiger Ersatz: Gehen Sie nicht davon aus, dass alles, was im Hörsaal, Seminarraum oder Labor passiert, in Distanz- oder Online-Formate transformiert werden kann.
  • Priorisieren: Welche Ihrer Veranstaltungen sollten/müssen im Sommersemester 2020 auf Distanz stattfinden? Was lässt sich verschieben? Auf welche Lehrinhalte kommt es in Ihren Veranstaltungen wirklich an?
  • Weniger ist oft mehr: Konzentrieren Sie sich auf Lehrformate, Medien und Tools, mit denen Sie sich selbst möglichst wohl fühlen und die allen Studierenden der Universität Bielefeld zugänglich sind. 
  • Funktionalität statt Hochglanzproduktion: Seien Sie pragmatisch bei der Erstellung von Lehrmaterial. Aufgezeichnete Lehrinputs müssen nicht aufwendig nachbearbeitet werden und Handymikrophone und Laptopwebcams reichen dafür qualitativ vollkommen aus.
  • Austausch mit Kolleg*innen: Was funktioniert in Ihrem Fach? Was gibt es schon? Welche Ideen können oder möchten Sie adaptieren?
  • Fragen und Ideen teilen: Tauschen Sie sich gerne mit uns aus! Wir haben für den Austausch mit uns und allen Lehrenden der Universität Bielefeld einen LernraumPlus angelegt, um Fragen, Ideen und Lehrmaterialien zu teilen.
Hinweis zu synchronen und asynchronen Lehrformaten

Distance Teaching and Learning kann asynchron (ungleichzeitig) und synchron (gleichzeitig) angelegt sein. Beide Formate haben Vor- und Nachteile, die Lehrende bei der Lehrplanung berücksichtigen sollten:

Asynchrone Formate sind weniger Störanfällig im Hinblick auf die technische Infrastruktur, da im Voraus erstellte Lehrinhalte von Studierenden zeitlich und örtlich flexibel aufgerufen und bearbeitet werden. Für Lehrende hat dies zudem den Vorteil, von der Moderation gleichzeitig online anwesender Studierendengruppen entlastet zu sein und Lehrinhalte mehrere Überarbeitungsschritte durchlaufen können, bevor Sie den Studierenden zugänglich gemacht werden. Allerdings gehen bei asynchronen Formaten die direkten Interaktionen mit Studierenden verloren und müssen um andere Rückfrage- und Diskussionsformen ergänzt werden (siehe unten, „Interaktion ermöglichen“).

Synchrone Formate sind den üblichen Präsenzformaten am ähnlichsten und ermöglichen die direkte Interaktion mit Studierenden zu einem bestimmten Zeitpunkt. Synchrone Formate sind gegenüber asynchronen technisch aufwendiger und stellen größere Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit von Studierenden und die Moderationsfähigkeiten von Lehrenden. Zudem setzen synchrone Formate voraus, dass alle Beteiligten über ausreichende technische Möglichkeiten zur Teilnahme verfügen (z. B. eine gute Internetverbindung und leistungsfähige Endgeräte). 

Die Wahl zwischen asynchronen und synchronen Formaten bildet keine ausschließliche Entscheidung für das eine oder andere. Vielmehr können einzelne Elemente in der Lehre von der einen oder anderen Form profitieren. Nicht zuletzt sollten Lehrende mit den Formaten arbeiten, die ihren Lehrinhalten am ehesten entgegenkommen.

Kurzbeschreibung zu den hier vorgestellten Tools für Distance Teaching and Learning

Lernraum und LernraumPlus

Im Lernraum stehen Basisfunktionen wie eine Dokumentenablage, ein Forum und eine Möglichkeit für das Abgeben von Dokumenten zur Verfügung.

Beim LernraumPlus handelt sich um die Lernplattform Moodle.  Mit den verfügbaren Aktivitäten und Materialien können Lehrende auch komplexere Szenarien des Distance Teaching and Learning in ihren Lehrveranstaltungen umsetzen.

Da der LernraumPlus zahlreiche Aktivitäten für die Vermittlung von Lehrinhalten, Interaktionen und Selbststudium der Studierenden  bietet, ist die Verwendung des LernraumPlus zu empfehlen. Zudem kann der LernraumPlus für dieselben Funktionen wie der Lernraum verwendet werden, wenn vorerst kein Bedarf für weitere Aktivitäten besteht. So können im laufenden Vorlesungsbetrieb noch Erweiterungen oder neue Formate des Zusammenarbeitens hinzugefügt werden, ohne die Lernplattform wechseln und neu einrichten zu müssen.

Panopto

Panopto ist eine Videoplattform zur Aufnahme, Bearbeitung und Verteilung von Videoinhalten. Es ermöglicht eine synchrone Lehre in Form von Live-Streams und auch asynchrone Interaktion mit Studierenden in Form von Kommentaren & Diskussionen zu Videos.

Kollaborative Schreibpads

Kollaborative Schreibpads erlauben es, gemeinsam synchron (oder auch asynchron) an einem Text zu arbeiten. Wir empfehlen CodiMD von der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen und das Etherpad von der Technischen Universität Hamburg-Harbug.

Student Response Systems

Student-(oder Audience-)Response-Systeme sind Tools, um direktes Live-Feedback oder Antworten auf Fragen von Studierenden zu erhalten. Dazu gehören kurze Quizzes, Meinungsbilder, Abstimmungen, die Erstellung von Word-Clouds und mehr. Viele Student-Response-Systeme sind cloud-basiert. Dadurch brauchen Lehrende nur einen Computer und Studierende nur ein Smartphone.

Beliebte Beispiele sind Mentimeter und Kahoot!

Einen Überblick über verschiedene Student-Response-Systeme finden sich auf der Homepage des eLearning.

Zoom

Zoom ist ein plattformübergreifendes (Windows, macOS, Linux, iOS und Android) Videokonferenzprogramm mit vielen für die Lehre nützlichen Funktionen, wie Bildschirmübertragung (von PC und iPad), Whiteboard, Aufzeichnung von Konferenzen und eingebautem Audience Response System.

Adobe Connect (über DFN)

Adobe Connect ist ein Videokonferenzprogramm für Windows und macOS (als Webapp auch für Linux) mit vielen für die Lehre nützlichen Funktionen, wie Bildschirmübertragung (nicht über Linux), Whiteboard, Aufzeichnungen von Konferenzen und einem Abstimmungstool. Die Server werden vom Deutschen Forschungsnetz (DFN) gestellt.

 

Vorlesung

Fachliches Wissen und Methoden vermitteln

Livestreams

Livestreams von Vorlesungen oder Vorträgen sind Echtzeitübertragungen von Bild und Ton über das Internet, mittels Panopto, DFN Adobe Connect oder Zoom. Livestreams sind technisch und organisatorisch anspruchsvoll, ermöglichen aber den direkten Kontakt mit Studierenden in Echtzeit. Werden Vorlesungen durch PowerPoint-Folien unterstützt, sollten diese möglichst einfach gehalten werden. So sollten beispielsweise keine ungewöhnlichen Schrifttypen verwendet werden und die Folien möglichst übersichtlich gestaltet sein. Ideal sind Stichpunkte, die durch das gesprochene Wort in einen Sinnzusammenhang gestellt werden.

Bei diesen Livestreams ist das Ablenkungspotenzial bei den Studierenden höher als in Präsenzvorlesungen. Deshalb bietet es sich an, nach je 15 Minuten kurze Aufgaben für die Studierenden einzubauen, um die Konzentration der Studierenden aufrecht zu erhalten.

Livestreams können während der Liveschaltung zusätzlich aufgezeichnet werden. Die Mitschnitte können in Panopto hochgeladen und im LernraumPlus verlinkt werden. So können Studierende jederzeit an beliebigen Orten auf die Informationen zugreifen. Siehe dazu auch „Aufzeichnungen“.

Aufzeichnungen

Aufnahmen ähneln einer Vorlesung oder einem Vortrag in Präsenz und können in verschiedenen Formen realisiert werden, z.B. als Video mit oder ohne PowerPoint (Panopto) oder als Audioaufnahme. Generell gilt für Aufzeichnungen, dass es um Inhalte und nicht um professionelle Aufnahmequalität geht.

Es bietet sich an, Vorlesungsaufzeichnungen in Sinnabschnitte von maximal 15 Minuten zu unterteilen und nach jedem Sinnabschnitt Aufgaben für die Studierenden einzubauen. Das könnten Fragen, die die wichtigsten Inhalte noch einmal aufgreifen, gemeinsame Textarbeit über einen kollaborativen Echtzeiteditor (Etherpad, CodiMD) oder diverse Aktivitäten im LernraumPlus (z.B. Quiz) sein.

Anspruchsvolle Textstellen, Rechenwege usw. können vorgelesen und als Podcast zur Verfügung gestellt werden. Durch die Betonung durch Sprecher*innen können sich die Studierenden den Text auf eine andere Weise als durch eigenes Lesen erschließen.

Hilfreiche Tipps zum einfachen von Lehrvideos finden Sie unter den folgenden Links:

Skript

Studierenden vorab Skripte zur Verfügung zu stellen, erleichtert ihnen die Vorbereitung und entlastet Lehrende davon, Vorlesungen komplett aufzuzeichnen (s. Aufzeichnungen) oder gesamten Inhalt in Videokonferenzen transportieren zu müssen.

Skripte können um Aufgaben ergänzt werden, damit Studierende sich aktiv mit den Inhalten auseinandersetzen und selbst prüfen können, ob die Inhalte verstanden wurden. Folien können das Skript ergänzen oder mit hinreichender Ausführlichkeit ersetzen. Skripte werden in der Regel als PDF zur Verfügung gestellt, was außerdem den Vorteil von Barrierefreiheit mit sich bringt.

Interaktion ermöglichen

Fragen synchron stellen und beantworten

Um in Livestreams von Vorlesungen die Studieren aktiv miteinzubeziehen, bieten sich Student-​Response-Systeme mit bereits im Vorfeld der Vorlesungssitzung vorbereiteten Fragen an.

Streamingdienste (Panopto, DFN Adobe Connect und Zoom) bieten auch Wortmeldungen und Livechats an, in denen Fragen gestellt werden können. Soll dies genutzt werden, ist es hilfreich Tutor*innen oder Studierende zur Unterstützung einzubeziehen: So können Wortmeldungen und Fragen aus dem Chat gesammelt und sortiert werden. Die Lehrenden können sich dadurch auf die Vorlesung konzentrieren und zu passenden Zeiten auf die Fragen eingehen.

Fragen asynchron stellen und beantworten

Asynchrone Interaktion kann dazu genutzt werden, die Fragen von Studierenden aufzugreifen, die sich bei der Vor- und Nachbereitung von Vorlesungssitzungen (Livestream oder Aufzeichnung) ergaben. Diese Fragen können im LernraumPlus über ein Forum, einen Chat oder anderen Aktivitäten gesammelt werden. Diese Interaktion kann sowohl im Plenum mit der gesamten Gruppe geschehen als auch mit Kleingruppen oder ganz individuell mit einzelnen Teilnehmer*innen.

Selbststudium unterstützen

Studierende beim Bearbeiten von Literatur unterstützen

Primär- und Sekundärliteratur können Lehrende ihren Studierenden über den Lernraum zur Verfügung stellen. Sie können Studierende in der Vor- und Nachbereitung einzelner Sitzungen dabei unterstützen, bereits im Vorfeld transparent zu machen, zu welchem Thema bestimmte Texte relevant sind und gelesen werden sollten (z.B. in Form eines ausführlichen Veranstaltungsplans). Je nachdem, wie detailliert Lehrende in Vorlesungseinheiten auf die Literatur eingehen, bietet es sich an, Studierenden Hintergrund- und Kontextinformationen zu Ihrer Literaturauswahl zur Verfügung zu stellen und wichtige Texte einzuordnen.

Aufgaben online stellen

Über den LernraumPlus können verschiedenste Aufgaben digital gestellt werden, die asynchron, aber mit festgelegter Frist von den Studierenden in Einzel- oder Gruppenarbeit bearbeitet werden. Siehe auch „Schreibaufträge“.

Feedback geben

Textfeedback

Bei asynchronen Lehrstrategien liegt es nahe, viel mit Arbeitsaufträgen zu arbeiten, in denen Studierende längere und kürzere Texte verfassen. Wichtig: Sie müssen nicht jeden studentischen Text kommentieren und schon gar nicht korrigieren! Entscheidend ist, was mit den Texten erreicht werden soll. Texte, die der gemeinsamen Erarbeitung von Wissen dienen:

  • Minimales Kommentieren, z.B. in einem PDF interessante Sätze und Formulierungen unterstreichen
  • Weiterführende Fragen formulieren
  • Die Texte als Gesamtheit zur Kenntnis nehmen und dazu Hinweise formulieren

Für Texte, die als Studienleistung gelesen oder benotet werden sollen, finden Sie hier weiterführende Hinweise

Für die Integration von Peer Feedback in Online-Veranstaltungen stellen wir gerade noch tragfähige Konzepte zusammen. Hier finden Sie erste Hinweise.

Seminar

Fachliches Wissen und Methoden vermitteln

Texte bereitstellen und Lesehinweise geben

Primär- und Sekundärliteratur können Lehrende ihren Studierenden über den Lernraum zur Verfügung stellen. Wie in Präsenzveranstaltungen auch, sind genaue Angaben dazu für Studierende hilfreich, bis wann welche Texte in welchem Umfang gelesen werden sollen (z.B. in Form eines Seminarplans oder Syllabus). Es ist didaktisch sinnvoll, dass Lehrende die Textauswahl und den roten Faden zwischen den Texten den Studierenden gegenüber zu Beginn der Veranstaltung und dann nochmal für jede Sitzung transparent machen. Hier finden Sie dazu praktische Hinweise.

Mündliche Beiträge aufnehmen

Aufnahmen ähneln einem mündlichen Beitrag in Präsenz und können in verschiedenen Formen realisiert werden, z.B. als Video mit oder ohne PowerPoint (Panopto) oder als Audioaufnahme. Lehrende können einzelne Lehrinhalte der Sitzung in separaten Aufnahmen behandeln. Aber auch Studierende können bspw. Ihr Referat in Form eines mündlichen Beitrages aufnehmen. Generell gilt für Aufzeichnungen, dass es um Inhalte und nicht um professionelle Aufnahmequalität geht.

Es bietet sich an, mündliche Beiträge eher kurz zu gestalten und auf einen inhaltlichen Punkt zu konzentrieren. Sollten mehrere inhaltliche Punkte relevant sein, empfiehlt es sich, mehrere Beiträge aufzuzeichnen.

Auch anspruchsvolle Textstellen können vorgelesen und aufgezeichnet werden. Durch die Betonung durch Sprecher*innen können sich die Studierenden den Text auf eine andere Weise als durch eigenes Lesen erschließen.

Hilfreiche Tipps zum einfachen von Lehrvideos finden Sie unter den folgenden Links:

Interaktion ermöglichen

Diskussionen führen

Diskussionen sind immer dann sinnvoll, wenn Lehrinhalte besprochen oder Methoden benutzt werden sollen, bei denen ein gemeinsames Bearbeiten von Lehrinhalten gleichzeitig geschieht. Synchrone mündliche Interaktion kann mit Videokonferenztools wie Adobe Connect oder Zoom auch präsenzfrei ermöglicht werden.

Beispiele sind Textbesprechungen oder Übungen, die Studierende untereinander in Interaktion bringen, wie Think-Pair-Share. Es bietet sich dabei an, die Moderation bei Onlineseminaren mit größeren Gruppen von Tutor*innen unterstützen zu lassen (s. Tutor*innen).

Bei Onlinediskussionen sollten immer zunächst die Erwartungen klar kommuniziert werden, wie sich in dem virtuellen Raum verhalten wird („Netiquette“, z.B. mit der Uni-E-Mailadresse in den Lernraum begeben, sich mit einem Klarnamen anmelden, im Videokonferenztool die Handzeichenfunktion nutzen).

Asynchrone Interaktionen

Eine asynchrone Interaktion bietet sich an, um Lehrenden und Studierenden maximale Flexibilität bei der Bearbeitung von gemeinsamen Aufgaben und Feedback zu ermöglichen. Dabei ist es nicht für alle Interaktionen sinnvoll, sie schriftlich durchzuführen. Durch mündliche Übungen werden so auch in präsenzfreier Lehre die mündlichen Kompetenzen (wie beispielsweise der Diskussionskompetenz) der Studierenden gefördert. Beispiele für mündliche asynchrone Interaktionen wären:

  • Leseeindrücke (als Feedback) in Form von Sprachnachrichten, die während dem Lesen von Texten aufgenommen werden. Sprachnachrichten können mit jedem Smartphone aufgenommen werden und per Mail oder im Lernraum geteilt werden.
  • Die Erstellung von Lernvideos durch Lehrende oder Studierende. Dafür bietet sich die Plattform Panopto an, die dann auch als weitere Kommunikations- und Kommentarplattform genutzt werden kann.
  • Ein Streitgespräch (analog zu einem Schreibgespräch) zwischen zwei Positionen in Form von Videos und Videoantworten. Dies ermöglicht eine klares Gespräch zwischen zwei oder mehr Gesprächspartnern und erfordert im Vergleich zu einem schriftlichen Austausch einen geringen Arbeitsaufwand. Auch dies lässt sich mit Panopto gut gestalten.
Selbststudium unterstützen

Arbeits- und Schreibaufträge

Noch mehr als für Präsenzveranstaltungen gilt: Arbeits- und Schreibaufträge für Studierende müssen klar verständlich formuliert sein und Anforderungen explizieren, damit sie im Selbststudium ohne ständige Rückfragen per E-Mail bearbeitet werden können. Orientierung beim Verfassen bieten eine Reihe von Fragen:

Wer soll was warum mit welchem Ziel machen? Welches Format soll das Produkt (Präsentation, Text etc.) haben? Was soll nach der Bearbeitung damit passieren?

Lehrende können mit kleinen Verbesserungen Ihrer bereits existierenden Aufträge anfangen. Die Präsentation „One Small Thing“ führt vor, wie kleine Veränderungen studentisches Lernen nachhaltig unterstützen.

Folgende Handouts geben ausführlichere Hinweise zu den Themen:

Schreibaktivitäten online

Gerade online kann man Studierende mit vielen informellen Schreibanlässen zur vertieften inhaltlichen Auseinandersetzung anregen. Eine Liste mit möglichen Schreibaktivitäten finden Sie hier.

Feedback geben

Textfeedback

Bei asynchronen Lehrstrategien liegt es nahe, viel mit Arbeitsaufträgen zu arbeiten, in denen Studierende längere und kürzere Texte verfassen. Wichtig: Sie müssen nicht jeden studentischen Text kommentieren und schon gar nicht korrigieren! Entscheidend ist, was mit den Texten erreicht werden soll. Texte, die der gemeinsamen Erarbeitung von Wissen dienen:

  • Minimales Kommentieren, z.B. in einem PDF interessante Sätze und Formulierungen unterstreichen
  • Weiterführende Fragen formulieren
  • Die Texte als Gesamtheit zur Kenntnis nehmen und dazu Hinweise formulieren

Für Texte, die als Studienleistung gelesen oder benotet werden sollen, finden Sie hier weiterführende Hinweise

Für die Integration von Peer Feedback in Online-Veranstaltungen stellen wird gerade noch tragfähige Konzepte zusammen. Erste Hinweise finden Sie hier.

Tutorium

Unterstützung durch Hilfskräfte oder Tutor*innen bei der Entwicklung und Durchführung von Lehrveranstaltungen

Für Lehrende, die den Einsatz studentischer Hilfskräfte oder Tutor*innen zur Entwicklung und Durchführung von „Distance Teaching and Learning“ planen, haben wir einen Leitfaden zusammengestellt. Ein besonderes Potential von Tutor*innen liegt in der Lernprozessbegleitung der Studierenden, die bei der Entwicklung der digitalen Lehr-Lern-Settings von Beginn an mitgedacht werden sollte.

Mögliche Aufgaben für Tutor*innen

Die Lehre und den Lehrenden unterstützen

Tutor*innen können auch außerhalb der Tutorien eine wertvolle Ressource für Lehrende sein, indem sie beispielsweise

  • die Erstellung digitaler Lehr-/Lernmaterialien unterstützen oder bereits bestehende Angebote recherchieren
  • die Moderation von Foren/Chats übernehmen und studentische Rückmeldungen bündeln (z.B. können Sie klären, wo es bei den Studierenden die größten Verständnisschwierigkeiten oder Missverständnisse gibt) 
  • Fragen der Studierenden soweit möglich oder in Rücksprache zum Lehrenden beantworten (per E-Mail oder im LernraumPlus) 
  • Hinweise auf zusätzliche Lernmaterialien geben
  • studentische Abgaben im LernraumPlus verwalten
  • Übungen oder Aufgaben korrigieren und Lösungswege vorstellen
  • Textfeedback und Überarbeitungshinweise für Texte geben

Das Lernen der Studierenden unterstützen

Tutor*innen leisten einen wertvollen Beitrag bei der Unterstützung von Studierenden, indem sie

  • Studienräume im Lernraum einrichten, um Arbeiten in kleineren Gruppen zu ermöglichen
  • Kennenlernen (über Videos oder Zoom) und Austausch (in Chats oder Foren im LernraumPlus) unter Studierenden anregen und so eine offene Atmosphäre für das Teilen von Fragen und Lernschwierigkeiten schaffen  
  • Zusammenarbeit unter den Studierenden fördern
  • den Einsatz von geeigneten Lern- und Schreibstrategien anregen
  • Hinweise zu besonders geeigneten Lernprogrammen, Apps, Tutorials oder Lernvideos geben und Austausch hierzu anregen

Unsere Angebote

Beratung

Wir unterstützen Sie gerne individuell, als Arbeitsgruppe oder Fakultät. Bitte melden Sie sich dafür am besten unter zll@uni-bielefeld.de

Kontaktieren Sie uns gerne auch direkt unter Individuelle Lehrberatung.

LernraumPlus „Überall Lehren“ für universitätsweiten Austausch mit anderen Lehrenden

Im LernraumPlus „Überall Lehren“ laden wir alle Lehrenden der Universität Bielefeld ein, sich über „Distance Teaching and Learning“ auszutauschen. Er befindet sich in dynamischer Entwicklung und wird ständig angepasst und erweitert.

Link zum LernraumPlus „Überall Lehren“

Linksammlung