Arbeitsbereich 9: Didaktik der Sozialwissenschaften

Charakteristisch für das Profil der Arbeitsgruppe Sozialwissenschaften und ihre Didaktik an der Universität Bielefeld sind plurale, integrative und sozioökonomische Zugänge zu sozialwissenschaftlichen Zusammenhängen in Forschung und Lehre.
Zentrale Themen sind gesellschaftlicher Wandel, sozialwissenschaftliche Theorie sowie fachdidaktische, bildungssoziologische und plural-ökonomische Perspektiven.
Die Arbeitsgruppe vertritt ein kritisch-emanzipatorisches und multiparadigmatisches Verständnis sozialwissenschaftlicher Bildung. Im Fokus stehen die Beforschung des Unterrichts in den Sozialwissenschaften sowie die Förderung einer reflexiv-integrativen Haltung gegenüber den Bezugswissenschaften. Bildung wird dabei als Prozess selbstständigen Deutens, Urteilens und Handelns verstanden.
Das Profil knüpft an die Idee des „Bielefelder Profils“ der sozialwissenschaftlichen Didaktik an, das auf einer seit den 1970er Jahren gewachsenen Tradition an der Universität Bielefeld beruht. Die Lehre zielt auf die Entwicklung einer Haltung forschenden Lernens und auf Fachlichkeit, die auf Mündigkeit, Partizipation und demokratische Teilhabe ausgerichtet ist. Praxisnah wird dies unter anderem im teutolab-sozialwissenschaften umgesetzt, dem ersten geisteswissenschaftlichen Schüler*innenlaborder Universität Bielefeld. Enge Kooperationen mit regionalen Bildungsträgern, der BiSEd sowie internationale Vernetzung mit Forschenden und Lehrenden in Europa vertiefen diese Ansätze.