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Understanding the Transformations of World Politics

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Universität Bielefeld/P. Ottendörfer
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Graphic Resident Group
Design: C. Mehl/Büro Paschetag

Leitung

Mathias Albert (Bielefeld, GER)

Heidi Tworek (Vancouver, CAN)

Tobias Werron (Bielefeld, GER)

Kontakt am ZiF

Maren Winkelhage

zif-group-support@uni-bielefeld.de

Die Veränderungen der Weltpolitik verstehen

Ordnungsprinzipien und Infrastrukturen von Kommunikation

April 2024 - September 2024

Weltpolitik ist ein dynamisches Feld, das stets durch eine Vielfalt von Ordnungsprinzipien gekennzeichnet war und ist. Vorherrschend ist dabei bislang die Vorstellung einer historischen Abfolge weltpolitischer Ordnungen. Die Forschungsgruppe möchte zu einem besseren Verständnis von Weltpolitik und Wandel in der Weltpolitik beitragen und die Einsicht in den historischen Wandel einer Vielzahl unterschiedlicher, aber miteinander verflochtener Ordnungen befördern. Dazu bringt die Gruppe weltweit führende Experten*innen zusammen, die zu einem historisch und soziologisch sensiblen Verständnis von Weltordnung(en) beigetragen haben. Sie arbeitet an einem relationalen Ansatz, der die historisch entstandenen und sich wandelnden Beziehungen zwischen verschiedenen Ordnungsprinzipien innerhalb der Weltpolitik untersucht. Sowohl konzeptionell als auch empirisch bedeutet "relational" hier, dass "Weltpolitik" aus verschiedenen Ordnungsprinzipien resultiert, die nebeneinander bestehen und miteinander interagieren.

 

Die Forschungsgruppe hinterfragt Diagnosen des weltpolitischen Wandels, die sich auf einen übergreifenden "Megatrend" konzentrieren. Stattdessen untersucht sie die grundlegenden Parameter des langfristigen Wandels in der Weltpolitik jenseits reduktionistischer Erzählungen vom "Aufstieg und Niedergang" bestimmter Mächte und Ordnungen. Forscherinnen und Forscher aus Geschichtswissenschaft, Soziologie und Internationalen Beziehungen werden analysieren, wie die Ordnungsprinzipien regionaler oder globaler Imperialität, territorialer Souveränität, kultureller Identität und marktwirtschaftlicher Orientierung in einem hochgradig differenzierten sozialen Zusammenhang miteinander verflochten sind. In dieser „Weltgesellschaftsperspektive“ gilt die besondere Aufmerksamkeit der Forscher*innen der Frage, wie die Interaktion verschiedener Ordnungsprinzipien durch zugrundeliegende – und dabei auch entstehende – Infrastrukturen der Kommunikation ermöglicht und beeinflusst wird. Denn die Infrastrukturen der Kommunikation beeinflussen nicht nur, als „technische“ Infrastrukturen, nachhaltig die Möglichkeiten und Geschwindigkeiten des Sagbaren, sondern ebenfalls, was, wie, durch wen und mit welchem Erfolg etwas mitgeteilt werden kann („symbolische“ Infrastrukturen). Trotz ihrer zentralen Rolle bleiben die Kommunikationsinfrastrukturen in trans-historischen Vergleichen „internationaler Ordnungen“ oftmals unberücksichtigt. Im Mittelpunkt der Arbeit der Gruppe stehen Telekommunikationstechnologie und Nachrichtenagenturen, symbolische Strukturen wie die Weltzeit und Zeitzonen und internationale Organisationen, die solche Strukturen betreiben.

Mitglieder

Prof. Dr. Mathias Albert
Bielefeld University
Faculty of Sociology

Prof. Dr. Heidi Tworek
University of British Columbia
Department of History and School of Public Policy and Global Affairs

Prof. Dr. Tobias Werron
Bielefeld University
Faculty of Sociology




 

Prof. Christian Bueger
University of Copenhagen
Faculty of Science

Assoc. Prof. Diana Lemberg
University of St Andrews
School of History

Assoc. Prof. Bettina Mahlert
Universität Innsbruck
Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften

Prof. Heikki Patomäki
University of Helsinki
Department of Political and Economic Studies

Dr. Ralf Rapior
Universität Bielefeld
Fakultät für Soziologie

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