• Das Bielefelder Studienmodell

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Das Bachelorstudium

Die Struktur des Studiums an der Universität Bielefeld erlaubt es Studienanfängerinnen und -anfängern, flexibel zu sein. Die Entscheidung, welche berufliche Ausrichtung ergriffen wird, kann im Laufe ihres Studiums überdacht und gegebenenfalls geändert werden.
Dabei gilt jedoch: Je später im Studienverlauf eine Entscheidung geändert wird, desto wahrscheinlicher geht dieser Wechsel des Studiengangstypen mit einer zeitlichen Verzögerung einher. Dies gilt insbesondere bei der Entscheidung für oder gegen das Berufsziel Lehramt. Wer sich also zu Beginn des Studiums noch nicht sicher ist, ob der Lehrerberuf ergriffen werden soll und gleichzeitig eventuelle Verzögerungen im Studienverlauf vermeiden möchte, sollte frühzeitig eines der zahlreichen Studienberatungsangebote der Universität Bielefeld nutzen.

Studiengangsytpen im Bachelor

Das Studienmodell an der Universität Bielefeld sieht im Bachelor sieben verschiedene Studiengangstypen, davon vier mit einer Lehramtsoption, vor.

1-Fach und Kombi-Bachelor

1-Fach Bachelor
1-Fach Bachelor (6 Semester) Fach 150 Leistungspunkte Individueller Ergänzungsbereich 30 Leistungspunkte Bachelorarbeit

Bei dem ersten Studiengangstyp handelt es sich um einen sogenannten 1-Fach-Bachelor (150 Leistungspunkte). Innerhalb dieses einen Faches ist es oft möglich, im Laufe des Studiums Schwerpunkte auszubilden. Hinzu kommt der Individuelle Ergänzungsbereich mit 30 Leistungspunkten.

Eine Übersicht der angebotenen 1-Fach Bachelor finden Sie hier.

Kombi-Bachelor mit einem Nebenfach
Kombi-Bachelor mit einem Nebenfach (6 Semester) Kernfach 90 Leistungspunkte Individueller Ergänzungsbereich 30 Leistungspunkte Nebenfach 60 Leistungspunkte Bachelorarbeit

Bei diesem Studiengangstyp handelt es sich um eine Kernfach (90 Leistungspunkte) - Nebenfach (60 Leistungspunkte) - Kombination mit  Individuellem Ergänzungsbereich (30 Leistungspunkte).

Mögliche Fächerkombinationen für ein Studium mit Kernfach und einem Nebenfach finden Sie hier.

Kombi-Bachelor mit zwei Kleinen Nebenfächern

Der dritte Studiengangstyp kombiniert ein Kernfach im Umfang von 90 Leistungspunkten mit zwei Kleinen Nebenfächern im Umfang von jeweils 30 Leistungspunkten, ergänzt durch den Individuellen Ergänzungsbereich (30 Leistungspunkte).

Mögliche Fächerkombinationen für ein Studium mit Kernfach und zwei Kleinen Nebenfächern finden Sie hier.

Kombi-Bachelor mit Lehramtsoption

Kombi-Bachelor für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen
Kombi-Bachelor für das Lehramt (6 Semester) an Gymnasien und Gesamtschulen (GymGe) Kernfach (Unterrichtsfach) 90 Leistungspunkte Nebenfach (Unterrichtsfach) 60 Leistungspunkte Bildungswissenschaft 30 Leistungspunkte Bachelorarbeit

Bei dem vierten Studiengangstyp handelt es sich um einen Typ mit dem Ziel für ein Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (GymGe). Ein Kernfach (90 Leistungspunkte) wird mit einem Nebenfach (60 Leistungspunkte) und Bildungswissenschaften (30 Leistungspunkte) kombiniert. Wer Lehrerin oder Lehrer werden möchte, muss an diesen Studiengangstyp einen Master of Education für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen anschließen.

Strukturell ist dieser Studiengangstyp mit der 1. Kombi-Bachelorvariante (Kernfach-Nebenfach-Kombination) vergleichbar. Ein Wechsel insbesondere zwischen diesen beiden Studiengangstypen ist vor allem in den ersten Semestern möglich. Wenn ein Wechsel angestrebt wird, ist eine vorhergehende Beratung dringend zu empfehlen. 

Mögliche Fächerkombinationen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen finden Sie hier.

Kombi-Bachelor für das Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen (HRSGe)

Der fünfte Studiengangstyp ist ebenfalls lehramtsbezogenen, hier für das Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen (HRSGe). Dieser Studiengangstyp bietet die Anschlussmöglichkeit eines Master of Education für eine Tätigkeit als Lehrer/in an Haupt-/Real- und Gesamtschulen.

Interessierte Studierende können sich aber auch in Richtung Integrierte Sonderpädagogik spezialisieren und mit einem weiteren Master die Qualifikation für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung erwerben. Dabei muss dann allerdings eines der gewählten Fächer Germanistik oder Mathematik sein und das andere Fach muss eines der folgenden sein: Anglistik, Biologie, Chemie, Evangelische Theologie, Germanistik, Mathematik, Physik oder Sportwissenschaft.

Im Aufbau lehnt sich dieser Typ ebenfalls an die bereits genannten Kombi-Bachelor-Modelle an. Ein Wechsel zwischen Studiengangstypen ist vor allem in den ersten Semestern möglich. Wenn ein Wechsel angestrebt wird, ist eine vorhergehende Beratung dringend zu empfehlen. 

Mögliche Fächerkombinationen für das Lehramt an Haupt-, Real- und Gesamtschulen finden Sie hier.

Kombi-Bachelor für das Lehramt an Grundschulen

Bei dem sechsten Studiengangstyp, einem auf den Lehrerberuf (Grundschule) ausgerichteten Typ, müssen ein Unterrichtsfach oder Lernbereich sowie die beiden Lernbereiche Sprachliche Grundbildung ("Deutsch") und Mathematische Grundbildung ("Mathematik") studiert werden. Eines dieser Elemente (ein Unterrichtsfach oder ein Lernbereich) wird als Schwerpunktfach im Umfang von 60 Leistungspunkten studiert. Die anderen beiden Elemente haben einen Umfang von jeweils 40 Leistungspunkten. Hinzu kommen die Bildungswissenschaften mit ebenfalls 40 Leistungspunkten. An diesen Bachelorabschluss muss dann ein Master of Education für diese Schulform angeschlossen werden.

Durch das Studium eines Schwerpunktfaches wird - mit Einschränkungen - ebenfalls der Wechsel in einen anderen Studiengangstyp ermöglicht. Wenn ein Wechsel angestrebt wird, ist eine vorhergehende Beratung dringend zu empfehlen. 

Mögliche Fächerkombinationen für das Lehramt an Grundschulen finden Sie hier.

Kombi-Bachelor für das Lehramt an Grundschulen mit Studienschwerpunkt Integrierte Sonderpädagogik

In einem leicht veränderten Studiengangstyp (Bildungswissenschaften wird hier als Schwerpunktfach gewählt) ist im Bereich des Grundschullehramtes auch die weitere Spezialisierung auf Sonderpädagogik mit den Förderschwerpunkten "Lernen" und "Emotionale und soziale Förderung" möglich. Bei diesem letzten Typ  wird ein passender Master of Education für das Lehramt an Grundschulen angeschlossen. Es muss dann aber für die Qualifikation im Rahmen der Sonderpädagogik noch ein weiteres (einjähriges) Studium an den Master of Education angeschlossen werden.

Mögliche Fächerkombinationen für das Lehramt an Grundschulen mit Studienschwerpunkt Integrierter Sonderpädagogik finden Sie hier.

Felxibilität im Studienaufbau

Identische Grundstruktur

Der Aufbau der Studiengänge, die zu einem Lehrerberuf führen, lehnt sich an den der anderen Studiengänge an. Beim Lehramt Gymnasium/Gesamtschule ist der Aufbau sogar identisch mit dem Kombi-Bachelor Kernfach-Nebenfach. Das erleichtert es, bei einem Wechsel der Studiengangsvarianten bereits erzielte Leistungen „mitzunehmen“. Wer ein Lehramt anstrebt, wechselt nach dem Bachelorabschluss in den "Master of Education (M.Ed.)". Ist nicht bereits das Bachelorstudium auf das Berufsziel Lehramt ausgerichtet, müssen vor einem Wechsel in den Master of Education lehramtsrelevante Inhalte in einem erheblichen Umfang nachstudiert werden (z.B. Bildungswissenschaften, Praktika, Fachdidaktik).

Identische Inhalte

Zu Beginn des Studiums ist ein Großteil der Veranstaltungen und Module für alle Studierenden eines Faches weitgehend identisch (Fachliche Basis), egal ob und ggf. welches Lehramt Sie anstreben oder ob Sie später nicht in die Schule möchten. So wird erreicht, dass alle Studierenden die gleichen Grundlagen des Faches erlernen und dass zu Beginn des Studiums ein Wechsel zwischen den Studiengangstypen leicht fällt. Die Spezialisierung auf ein Berufsfeld setzt dann im späteren Verlauf des Studiums ein (Profilphase). Wer jetzt noch zwischen den Studiengangstypen wechselt, muss eventuell einzelne Module nachstudieren.

Identische Abschlüsse

Je nach Fächerkombination erwerben Bachelorabsolventinnen und -absolventen entweder den Abschluss "Bachelor of Arts (B.A.)" oder "Bachelor of Science (B.Sc.)", egal mit welcher Berufsperspektive sie studiert haben. Danach steht grundsätzlich der Weg in die außerschulische Berufstätigkeit sowie in einen fachwissenschaftlichen Master offen. Für die meisten fachwissenschaftlichen Masterstudiengänge müssen zusätzlich spezifische Zugangsvoraussetzungen erfüllt werden, die Sie direkt in den Fachstudienberatungen erfragen können.

Profilbildung im Studienverlauf

Vielfältige Kombinationsmöglichkeiten

An der Universität Bielefeld gibt es  kaum Einschränkungen für die Kombination von Fächern. Lediglich wenn der Lehrerberuf angestrebt wird, gibt es einige Vorgaben für die Fächerwahl.

Kleine Nebenfächer

In Bielefeld haben Sie die Möglichkeit, ein Kernfach mit zwei Kleinen Nebenfächern zu kombinieren. So wäre es beispielsweise denkbar, eine Studium des Kernfaches Soziologie um ein Kleines Nebenfach Ethik zu ergänzen und gleichzeitig mit dem Kleinen Nebenfach Informatik eine weitere Facette zum persönlichen Profil hinzuzufügen.

Individueller Ergänzungsbereich

Der Individuelle Ergänzungsbereich ist der Wahlbereich, der zusätzlich zum fachwissenschaftlichen Studium mit einzelnen Modulen die weitere Profilierung nach individuellen Interessen ermöglicht. In den Studiengangstypen für den Lehrerberuf entfällt dieser Bereich.