zum Hauptinhalt wechseln zum Hauptmenü wechseln zum Fußbereich wechseln Universität Bielefeld Play Search

Aktivitäten &­ Projekte

BGHS Logo
© Uni­ver­si­tät Bie­le­feld

Linie 4

Zum Haupt­in­halt der Sek­ti­on wech­seln

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zur Vor­trags­rei­he unter:

Volks­hoch­schu­le Bie­le­feld
 

Die Linie 4 – Neues aus der so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen und his­to­ri­schen For­schung ist eine öf­fent­li­che Vor­trags­rei­he, die die BGHS ge­mein­sam mit der Volks­hoch­schu­le (vhs) Bie­le­feld ver­an­stal­tet. Sie dient dazu, die For­schungs­pro­jek­te der BGHS-​Promovierenden einer brei­ten Öf­fent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren und mit ihr zu dis­ku­tie­ren. Sie leis­tet damit einen wich­ti­gen Bei­trag zur Wis­sen­schafts­kom­mu­ni­ka­ti­on, wobei der Name “Linie 4“, der sich auf die Stadt­Bahn­li­nie 4 be­zieht, sym­bo­lisch für die Über­brü­ckung der Di­stanz zwi­schen der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld und der Stadt Bie­le­feld steht. Die „Linie 4“ fin­det in der vhs Bie­le­feld in der Ra­vens­ber­ger Spin­ne­rei statt.

 

 

Neues aus der his­to­ri­schen und so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen For­schung (2024)

Mon­tags, 18.15 - 20 Uhr, vhs Bie­le­feld, Raum 240

Im Mai und Juni 2024 fin­det zum ach­ten Mal die öf­fent­li­che Vor­trags­rei­he „Linie 4 – Neues aus der so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen und his­to­ri­schen For­schung“ statt, die von der BGHS in Ko­ope­ra­ti­on mit der vhs Bie­le­feld or­ga­ni­siert wird. Eine Dok­to­ran­din und ein Dok­to­rand der BGHS stel­len an­schau­lich und ver­ständ­lich ihre ak­tu­el­len For­schungs­ar­bei­ten vor und dis­ku­tie­ren sie mit Be­su­che­rin­nen und Be­su­chern der vhs. Dabei geht es die­ses Mal um die Le­bens­welt von Ju­gend­li­chen. Die Vor­trä­ge fin­den mon­tags von 18.15-20 Uhr in der vhs Bie­le­feld (Raum 240) im Ra­vens­ber­ger Park statt.

Am 13. Mai be­rich­tet Va­nes­sa Neu­mann aus ihrem Pro­jekt im SFB 1288 Prak­ti­ken des Ver­glei­chens, das sich mit der Eta­blie­rung eines so­ge­nann­ten Schü­ler­la­bors in der Ge­schichts­wis­sen­schaft be­schäf­tigt, das Schü­le­rin­nen und Schü­lern erste prak­ti­sche Er­fah­run­gen in der ge­schichts­wis­sen­schaft­li­chen For­schung er­mög­licht. In ihrem Vor­trag „Ar­bei­ten im Ge­schichts­la­bor: Schu­le trifft auf Wis­sen­schaft!“ gibt sie Ein­bli­cke in die bis­he­ri­gen Er­fah­run­gen mit dem For­mat Schü­ler­la­bor, in dem Work­shops zu The­men wie die Ent­na­zi­fi­zie­rung aus der ame­ri­ka­ni­schen Per­spek­ti­ve, Er­in­ne­rungs­kul­tu­ren am Bei­spiel des Co­lum­bus Day und die Gel­tungs­be­rei­che der Men­schen­rech­te an­ge­bo­ten wer­den.

Im Vor­trag „Freund­schaf­ten im Sport: Wie Jun­gen und Mäd­chen im Sport un­ter­schied­li­che Freun­de fin­den“ von Simon Lüt­ke­wit­te, der am 03. Juni statt­fin­det, geht es um Er­fah­run­gen von Ju­gend­li­chen im or­ga­ni­sier­ten Sport. Er be­schäf­tigt sich an­hand von sta­tis­ti­schen Daten der Stu­die „Freund­schaft und Iden­ti­tät in der Schu­le“ (FIS) mit der Frage, ob ein Zu­sam­men­hang zwi­schen der Par­ti­zi­pa­ti­on in Team­sport­ar­ten bzw. an­de­ren For­men des or­ga­ni­sier­ten Sports und dem An­teil gleich­ge­schlecht­li­cher bzw. ge­mischt­ge­schlecht­li­cher Freund­schaf­ten be­steht und wel­che Schluss­fol­ge­run­gen dar­aus für die ge­sell­schaft­li­che Ent­wick­lung zu zie­hen sind.

Die zwei Vor­trä­ge bie­ten einen klei­nen Ein­blick in die wis­sen­schaft­li­che For­schung, die an der BGHS be­trie­ben wird. Wie in den Vor­jah­ren soll es aber vor allem um den Aus­tausch der Pro­mo­vie­ren­den mit dem Pu­bli­kum in der vhs Bie­le­feld gehen. An­schau­li­che Vor­trä­ge, kluge Nach­fra­gen und span­nen­de Dis­kus­sio­nen sol­len die Uni­ver­si­tät und die Stadt Bie­le­feld ein­an­der noch ein Stück­chen nä­her­brin­gen.

Ver­gan­ge­ne Linie 4 Ver­an­stal­tun­gen

2023

Neues aus der his­to­ri­schen und so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen For­schung (2023)

Mon­tags, 18.15 - 20 Uhr, vhs Bie­le­feld, Raum 240

Im Mai und Juni 2023 fand zum sieb­ten Mal die öf­fent­li­che Vor­trags­rei­he „Linie 4 – Neues aus der so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen und his­to­ri­schen For­schung“ statt, die von der BGHS in Ko­ope­ra­ti­on mit der vhs Bie­le­feld or­ga­ni­siert wird. Vier Dok­to­ran­din­nen und Dok­to­ran­den der BGHS stel­len an­schau­lich und ver­ständ­lich ihre ak­tu­el­len For­schungs­ar­bei­ten vor und dis­ku­tie­ren sie mit Be­su­che­rin­nen und Be­su­chern der vhs. Die Vor­trä­ge fan­den immer mon­tags von 18.15-20 Uhr in der vhs Bie­le­feld im Ra­vens­ber­ger Park statt.

Den An­fang mach­te am 8. Mai der So­zio­lo­ge Paulo Isen­berg mit einem Vor­trag über Ein­stel­lun­gen zu Um­welt­fra­gen in Fa­mi­li­en. Er ging dabei der Frage nach, ob das Thema Um­welt für Kon­flik­te zwi­schen Ge­nera­tio­nen oder doch eher zwi­schen Mi­lieus sorgt. Die His­to­ri­ke­rin Ca­ro­lin Kai­ser wid­me­te sich dann am 22. Mai den Sol­da­ten der Reichs­wehr, der Armee der Wei­ma­rer Re­pu­blik, und ihren Vor­stel­lun­gen von Männ­lich­keit zwi­schen Herr­schafts­an­spruch und Kas­tra­ti­ons­angst. Am 5. Juni stell­te die His­to­ri­ke­rin Ca­tha­ri­na Wes­sing die pa­ra­do­xe Frage, wie es nach dem ers­ten Welt­krieg zu einem Ko­lo­nia­lis­mus ohne Ko­lo­nien kom­men konn­te. Am Bei­spiel der Zeit­schrift „Der Deut­sche Kul­tur­pio­nier“ un­ter­such­te sie, wie die Au­toren der Zeit­schrift sich eine Zu­kunft der Ko­lo­nien vor­stell­ten. Den Ab­schluss der Reihe mach­te die So­zio­lo­gin Stel­la Nü­schen am 12. Juni mit ihrem Bei­trag dar­über, was es mit den so­ge­nann­ten Clans auf sich hat und wel­chen Sinn und Zweck die Rede über die ver­meint­lich kri­mi­nel­len Groß­fa­mi­li­en ei­gent­lich hat.

Die vier Vor­trä­ge boten einen klei­nen Ein­blick in die Brei­te der wis­sen­schaft­li­chen For­schung, die an der BGHS be­trie­ben wird. Wie in den Vor­jah­ren ging es aber vor allem um den Aus­tausch der jun­gen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler mit dem Pu­bli­kum in der vhs Bie­le­feld. An­schau­li­che Vor­trä­ge, kluge Nach­fra­gen und span­nen­de Dis­kus­sio­nen sol­len die Uni­ver­si­tät und die Stadt Bie­le­feld ein­an­der noch ein Stück­chen nä­her­brin­gen.

Im Mai und Juni 2022 fand zum sechs­ten Mal die öf­fent­li­che Vor­trags­rei­he „Linie 4 – Neues aus der so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen und his­to­ri­schen For­schung“ statt, die von der Bie­le­fel­der Gra­du­ier­ten­schu­le für Ge­schichts­wis­sen­schaft und So­zio­lo­gie (BGHS) in Ko­ope­ra­ti­on mit der vhs Bie­le­feld or­ga­ni­siert wird. Fünf Dok­to­ran­din­nen und Dok­to­ran­den der BGHS stell­ten an­schau­lich und ver­ständ­lich ihre ak­tu­el­len For­schungs­ar­bei­ten vor und dis­ku­tier­ten sie mit Be­su­che­rin­nen und Be­su­chern der vhs. Die Vor­trä­ge fan­den immer mon­tags von 18.15-20 Uhr im Murnau-​Saal der vhs Bie­le­feld im Ra­vens­ber­ger Park statt.

Den An­fang mach­te am 2. Mai der His­to­ri­ker Tim Rieke mit einem Vor­trag über deut­sche Kon­suln in Süd­ame­ri­ka im 19. Jahr­hun­dert (Hier geht es zum Blog­bei­trag). Dabei ging es nicht nur um die Tä­tig­kei­ten der Kon­suln, son­dern auch um die Frage, wie ein His­to­ri­ker das Puz­zle der un­ter­schied­li­chen Quel­len zu­sam­men­setzt und dar­aus schlau wird. Chris­toph Herk­s­trö­ter, eben­falls His­to­ri­ker, wid­me­te sich dann am 16. Mai der Ge­denk­stät­te Bu­chen­wald und frag­te da­nach, wie Er­in­ne­rung als po­li­ti­sches Mit­tel ge­nutzt wird. Er ver­glich dazu die Per­spek­ti­ve der DDR, die den An­ti­fa­schis­mus in den Vor­der­grund stell­te, mit der Sicht­wei­se der BRD, in der es vor allem um das Op­fer­ge­den­ken ging (Hier geht es zum Blog­bei­trag). Nach die­sen Vor­trä­gen, die sich mit of­fi­zi­el­ler Po­li­tik be­schäf­tig­ten, er­forsch­te die So­zi­al­wis­sen­schaft­le­rin Marie-​Sophie Bor­chelt am 30. Mai die Mög­lich­kei­ten, durch „Po­li­tik von unten“ So­li­da­ri­tät unter Nach­barn zu stif­ten. Sie lud dazu eine Ak­ti­vis­tin ein, die im Ge­spräch mit ihr ihr En­ga­ge­ment in der Stadt­teil­ba­sis­ar­beit vor­stell­te (Hier geht es zum Blog­bei­trag). Am 13. Juni ging es dann um ein ak­tu­el­les Thema aus der Ar­beits­welt. Die So­zi­al­wis­sen­schaft­le­rin Elisa Gens­ler schau­te sich den Ein­satz von Al­go­rith­men in ver­schie­de­nen Ar­beits­be­rei­chen an und frag­te nach den Chan­cen und Ri­si­ken, die sich für die Be­schäf­tig­ten dar­aus er­ge­ben (Hier geht es zum Blog­bei­trag). Den Ab­schluss der Reihe bil­de­te der His­to­ri­ker Jan Grä­ber am 20. Juni mit sei­nem Bei­trag über den Erb­streit des Lan­des Bran­den­burg mit den Ho­hen­zol­lern. Dabei stell­te er die wich­ti­ge Frage: Wel­che Ge­gen­wart er­zeugt ei­gent­lich die Ge­schichts­wis­sen­schaft? (Hier geht es zum Blog­bei­trag.)

Die fünf Vor­trä­ge boten einen klei­nen Ein­blick in die Brei­te der wis­sen­schaft­li­chen For­schung, die an der BGHS be­trie­ben wird. Wie in den Vor­jah­ren ging es aber vor allem um den Aus­tausch der jun­gen Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler mit dem Pu­bli­kum in der vhs Bie­le­feld. An­schau­li­che Vor­trä­ge, kluge Nach­fra­gen und span­nen­de Dis­kus­sio­nen haben die Uni­ver­si­tät und die Stadt Bie­le­feld ein­an­der noch ein Stück­chen nä­her­ge­bracht.

25.10.2021 - To­bi­as Geh­ring

Warum wir auf­hö­ren soll­ten, über die Flücht­lin­ge zu spre­chen – Denk­an­stö­ße für eine faire Flücht­lings­de­bat­te

Zu­min­dest vor Co­ro­na wurde in Deutsch­land über kaum ein Thema so viel ge­spro­chen und de­bat­tiert wie über „die Flücht­lin­ge“.  Durch die ge­sell­schaft­li­che De­bat­te wird ein be­stimm­tes Bild von „den Flücht­lin­gen“ ge­zeich­net.  Der Vor­trag geht dar­auf ein, was un­ge­sagt bleibt, wenn wir davon spre­chen, dass „die Flücht­lin­ge“ nach Deutsch­land und Eu­ro­pa kom­men. Und er setzt sich damit aus­ein­an­der, wer stimm­los bleibt, wenn wir immer wie­der le­dig­lich über die Flücht­lin­ge spre­chen. Was aber kann getan wer­den, um diese Pro­ble­ma­ti­ken an­zu­ge­hen und die Flücht­lings­de­bat­te fai­rer zu ge­stal­ten? Ei­ni­ge Denk­an­stö­ße in diese Rich­tung wer­den im Vor­trag prä­sen­tiert. Denn da­durch, wie und mit wem wir spre­chen, was wir sagen und wem wir zu­hö­ren, zeich­nen wir alle am Bild von „den Flücht­lin­gen“ mit.

To­bi­as Geh­ring, BGHS-​Doktorand (Dis­cour­ses on Re­fu­gees in Ugan­dan Print Media: Groups, Voices, and the Con­flic­tu­al Role of Na­tio­nal Ca­te­go­ries). Ehe­mals Lehr­be­auf­trag­ter an der AG So­zio­lo­gie der Trans­na­tio­na­li­sie­rung (Fa­kul­tät für So­zio­lo­gie) sowie an der AG Mi­gra­ti­ons­päd­ago­gik und Kul­tur­ar­beit (Fa­kul­tät für Er­zie­hungs­wis­sen­schaft).

 

08.11.2021 - Simon Groß

Vom Schrei­ben einer Bio­gra­phie in der Ge­schichts­wis­sen­schaft. Aus dem Ar­beits­all­tag eines His­to­ri­kers

Wie kom­men His­to­ri­ker*innen ei­gent­lich zu ihrem For­schungs­pro­jekt? Und was ma­chen sie, wenn sie ihr Thema ge­fun­den haben? In sei­nem Vor­trag möch­te der His­to­ri­ker Simon Groß die­sen bei­den Fra­gen nach­ge­hen und einen Ein­blick geben in die Ar­beits­welt eines His­to­ri­kers. Er ist Pro­mo­vend an der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld und schreibt an einer Bio­gra­phie über den So­zio­lo­gen Hel­mut Schelsky (1912-​1984). Am ei­ge­nen Bei­spiel möch­te er auf in­for­ma­ti­ve und un­ter­halt­sa­me Weise den ei­ge­nen For­schungs­pro­zess be­trach­ten und zei­gen, wel­che Schrit­te man im Ver­lauf eines Dis­ser­ta­ti­ons­pro­jek­tes geht.

Simon Groß, BGHS-​Doktorand (Hel­mut Schelsky und das so­zio­lo­gi­sche Feld der Bun­des­re­pu­blik)

 

22.11.2021 - Franz Ka­ther

„Wo die wil­den Kerle woh­nen“ – der Süd­pa­last und das Wis­sen über Krank­heit, Mensch und Natur im 19. Jahr­hun­dert

Heil­an­stalt und Zoo – zwei In­sti­tu­tio­nen, die zu­nächst nicht viel mit­ein­an­der zu tun zu haben schei­nen. Und doch wei­sen beide in der Zeit ihrer Ent­ste­hung nicht nur Par­al­le­len auf, son­dern sind ex­pli­zit zu­sam­men ge­dacht wor­den. Der Vor­trag geht der Frage nach, worin die ge­mein­sa­men Ur­sprün­ge me­di­zi­ni­scher und zoo­lo­gi­schen Wis­sens lie­gen. Am Bei­spiel des „Süd­pa­last“ wird be­leuch­tet, wie Wis­sen über Men­schen, Tiere und die Welt sich ge­gen­sei­tig be­ein­fluss­ten und wel­che Rolle dabei der Ar­chi­tek­tur zu­kommt.

Franz Ka­ther, BGHS-​Doktorand (Der Süd­pa­last. Eine Mikro-​Globalgeschichte), wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter in der Ab­tei­lung Ge­schichts­wis­sen­schaft, Ge­schich­te des 19. und 20. Jahr­hun­derts

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.

 

06.12.2021 - Malin Sonja Wilckens

Wis­sen­schaft­li­cher Ras­sis­mus und die Ver­glei­chen­de Ana­to­mie – Wie das „Sam­meln“ von Schä­deln zur Theo­rie über „Ras­sen“ führ­te

Wie wur­den Bil­der über ver­meint­li­che „Ras­sen“ pro­du­ziert und wis­sen­schaft­lich le­gi­ti­miert? Wie glo­bal war das Wis­sen­schafts­pro­jekt an­ge­legt, wel­che Schwie­rig­kei­ten damit ver­bun­den und wel­che Ak­teu­re waren darin in­vol­viert? Die­sen und wei­te­ren Fra­gen spürt der Vor­trag an­hand der „Reise“ eines Schä­dels vom Gra­bes­raub bis zur Stu­dier­stu­be des Me­di­zin­pro­fes­sors Jo­hann Fried­rich Blu­men­bach (1752-​1840) in Göt­tin­gen nach. Durch die un­ter­schied­li­chen Etap­pen der „Reise“ des Schä­dels wird ge­zeigt, wie eng das wis­sen­schaft­li­che Wis­sen mit ko­lo­nia­len und auf­klä­re­ri­schen Struk­tu­ren der Zeit ver­zahnt war und wie be­stimm­te Wahr­heits­an­sprü­che pro­du­ziert wur­den.

Malin Sonja Wilckens, BGHS-​Doktorandin (Schä­del­ver­glei­che und die Ord­nung der Welt - Ras­si­fi­zie­rungs­pro­zes­se in der Wis­sen­schaft), Pro­mo­ti­ons­sti­pen­dia­tin der Stu­di­en­stif­tung des Deut­schen Vol­kes

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.

29.09.2020 - Pa­trick Kahle

Wo geht's denn hier bitte zur In­te­gra­ti­on? Über die Ar­beit mit Ge­flüch­te­ten

Wie die Ar­beit mit Ge­flüch­te­ten ge­lingt und wie (gut) sich eh­ren­amt­li­che Hel­fe­rIn­nen dafür ge­win­nen las­sen, kann als Grad­mes­ser für ge­sell­schaft­li­chen Zu­sam­men­halt ge­le­sen wer­den. Unter die­ser An­nah­me be­fra­gen ge­gen­wär­tig Wis­sen­schaft­le­rIn­nen von der Uni­ver­si­tät Hil­des­heim Ak­teu­re im Be­reich Mi­gra­ti­on und In­te­gra­ti­on. Einen in­for­ma­ti­ven wie un­ter­halt­sa­men Ein­blick in die qua­li­ta­ti­ve For­schungs­ar­beit wird den Zu­hö­ren­den durch eine sze­ni­sche Le­sung aus In­ter­views ge­bo­ten. Im An­schluss laden die For­schen­den dazu ein, über die ers­ten Ein­drü­cke ins Ge­spräch zu kom­men.

 

13.10.2020 - Simon Füch­ten­sch­nie­der

Mehr als die "Meu­te­rei auf der Bo­un­ty": Wie die Brot­frucht von Ta­hi­ti in die Ka­ri­bik kam

Die Brot­frucht ist bis heute un­trenn­bar mit der Meu­te­rei auf der Bo­un­ty ver­bun­den. Ur­sprüng­lich stamm­te die Brot­frucht aus Ta­hi­ti. 1787 soll­ten Setz­lin­ge der Brot­frucht von der Bo­un­ty von Ta­hi­ti zu den bri­ti­schen Plan­ta­gen in der Ka­ri­bik trans­por­tiert wer­den. Dort soll­te die Brot­frucht als bil­li­ges Nah­rungs­mit­tel für die Skla­vin­nen und Skla­ven die­nen.
Die Reise der Bo­un­ty er­weist sich von An­fang als schwie­rig: Sie ist ein für diese Mis­si­on zu klei­nes Schiff. Nach einem lan­gen Auf­ent­halt in Ta­hi­ti, kommt es auf der Wei­ter­fahrt der Bo­un­ty in die Ka­ri­bik zur Meu­te­rei. Sie ver­läuft un­blu­tig aber 19 Be­sat­zungs­mit­glie­der – unter ihnen Ka­pi­tän Wil­liam Bligh – wer­den in einem Boot auf dem of­fe­nen Meer aus­ge­setzt und ihrem Schick­sal über­las­sen. Damit endet die Reise der Bo­un­ty jäh und ihre Brotfrucht-​Mission bleibt un­voll­endet.
Zahl­rei­che Bü­cher, Hör­spie­le und nicht zu­letzt auch Hollywood-​Filme wid­men sich der Reise der Bo­un­ty und ma­chen die „Meu­te­rei auf der Bo­un­ty“ zur wohl be­kann­tes­ten ihrer Art in der Ge­schich­te der See­fahrt.
Weit­aus we­ni­ger be­kannt ist al­ler­dings, dass es ei­ni­ge Jahre spä­ter eine zwei­te Brotfrucht-​Reise gab, die eben­falls von Wil­liam Bligh, dem Ka­pi­tän der Bo­un­ty, kom­man­diert wurde. Diese zwei­te Reise ver­lief er­folg­reich und sorg­te für eine dau­er­haf­te Eta­blie­rung der Brot­frucht im ka­ri­bi­schen Raum.
Der Vor­trag be­gibt sich auf die bei­den Rei­sen und zeich­net den Weg der Brot­frucht von Ta­hi­ti in die Ka­ri­bik nach – jen­seits aller Hollywood-​Romantik.

 

24.11.2020 - To­bi­as Geh­ring

Warum wir auf­hö­ren sol­len, über die Flücht­lin­ge zu reden - Denk­an­stö­ße für eine faire Flücht­lings­de­bat­te

Über kaum ein Thema wurde in Deutsch­land in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so viel de­bat­tiert wie über die Flücht­lin­ge. Quer durch die po­li­ti­schen Lager hin­durch wei­sen diese De­bat­ten zwei pro­ble­ma­ti­sche Ei­gen­schaf­ten auf. Denn allzu oft wird über die Flücht­lin­ge sowie über die Flücht­lin­ge ge­spro­chen. Was daran pro­ble­ma­tisch ist, und in wel­cher Weise Me­di­en, NGOs & Co., aber auch wir alle im All­tag etwas daran än­dern kön­nen, wird im Vor­trag dar­ge­stellt. Im An­schluss be­steht Ge­le­gen­heit zur Dis­kus­si­on.

 

*Vor­trag ent­fal­len* - Lisa Ba­ßen­hoff

Kunst kann man nicht ler­nen! Oder doch? Die Aus­bil­dung an einer Kunst­hoch­schu­le

'Kunst kann man nicht ler­nen', hört man oft. Doch was pas­siert dann an Kunst­hoch­schu­len und Kunst­aka­de­mien? Der Vor­trag geht dem All­tag und Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den des Stu­di­en­gangs 'Freie Kunst' nach.

Hier sind die Blog­bei­trä­ge zur Vor­trags­rei­he 2019:

Linie 4 - Start der Ver­an­stal­tung

Linie 4 - Er­öff­nung und Aus­blick

Linie 4 - Vor­trag und Aus­stel­lung

19. März 2019 - Ma­li­ka Man­sou­ri

50 Jahre UN-​Antirassismuskonvention

Die Ver­ein­ten Na­tio­nen haben 1965 die so­ge­nann­te Anti-​Rassismus-Konvention ver­ab­schie­det, die 1969 völ­ker­recht­lich in Kraft trat. Deutsch­land ist der Kon­ven­ti­on noch im sel­ben Jahr bei­getra­ten. In den Ver­fah­ren vor den Ver­ein­ten Na­tio­nen wer­den die Ein­hal­tung der Kon­ven­ti­on und damit auch die Anti-​Rassismus-Politik Deutsch­lands re­gel­mä­ßig the­ma­ti­siert. Der Vor­trag wird Ein­blick in die Anti-​Rassismus-Konvention geben und der Frage nach­ge­hen, wel­che For­men ras­si­scher Dis­kri­mi­nie­rung in und durch Deutsch­land die Ver­ein­ten Na­tio­nen rügen und wel­che Emp­feh­lun­gen die Ver­ein­ten Na­tio­nen aus­spre­chen.

 

02. April 2019 - Jo­han­na Paul

Der Tag der Wei­ßen Bän­der - Grenz­über­grei­fen­des Ge­den­ken an den
Ge­no­zid in Pri­je­dor (Bosnien-​Herzegowina)


Der Vor­trag be­fasst sich mit den lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen und Her­aus­for­de­run­gen für das Ge­den­ken an die Kriegs­ver­bre­chen im Nord­wes­tens Bos­ni­ens vor über 25 Jah­ren und gibt Ein­bli­cke darin, wie das Er­in­nern an diese weit über die Lan­des­gren­zen hin­aus vor­an­ge­trie­ben wird.

 

07. Mai 2019 - Zeynep Demir

Psy­chi­sche Ge­sund­heit von jun­gen Ge­flüch­te­ten in der (Post)mi­gra­ti­ons­ge­sell­schaft

Die Kon­fron­ta­ti­on Eu­ro­pas mit einer gro­ßen Flucht­be­we­gung ab dem Jahr 2015 stellt die Ge­sund­heits­ver­sor­gung von Deutsch­land vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. Wel­che Risiko-​ und Schutz­fak­to­ren sind für die psy­chi­sche Ge­sund­heit von jun­gen Ge­flüch­te­ten ent­schei­dend? In dem Vor­trag sol­len mög­li­che Ein­fluss­fak­to­ren auf den ge­sund­heit­li­chen Ent­wick­lungs­ver­lauf von ge­flüch­te­ten Kin­dern und Ju­gend­li­chen aus der ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gi­schen Per­spek­ti­ve dar­ge­stellt und kri­tisch er­ör­tert wer­den.

 

21. Mai 2019 - Anja Hen­kel

Erika Mann - Eine in­tel­lek­tu­el­le No­ma­din?

"Wäre ein Krieg, der kom­men könn­te, unser Pri­vat­dreck? Ist die Not, sind die Irr­tü­mer und die Ver­bre­chen, die auf der Welt ge­sche­hen, unser Pri­vat­dreck?" So äu­ßer­te sich Erika Mann 1934. Sie war das All­round­ta­lent der Fa­mi­lie Mann: Schrift­stel­le­rin, Jour­na­lis­tin, Kin­der­buch­au­torin, Schau­spie­le­rin und po­li­ti­sche Red­ne­rin. Po­li­tisch mo­ti­vier­te sprach­li­che Ge­gen­ge­walt be­trieb sie erst nach dem Macht­an­tritt der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten in Deutsch­land. Ihre in­tel­lek­tu­el­len Kampf­ak­tio­nen fal­len damit in die Zeit des Exils und sind be­dingt durch ihr Un­ter­wegs­sein.
 

04. Juni 2019 - Carla Thie­le

Die Ezi­den: Ver­folgt - Ver­trie­ben - vom Un­ter­gang be­droht

Die Ezi­den ge­hö­ren zu dem Volks­stamm der Kur­den und bil­den eine re­li­giö­se Min­der­heit. Ge­brand­markt als "Teu­fels­an­be­ter" und "Un­gläu­bi­ge" wur­den sie im Laufe der Ge­schich­te mehr­fach ver­folgt, in die Flucht­ge­trie­ben, ver­sklavt und ge­tö­tet, zu­letzt im Au­gust 2014. Ob­wohl in Deutsch­land welt­weit die zweit­größ­te ezi­di­sche Com­mu­ni­ty lebt, ist über die Ezi­den und das Ezi­den­tum nur wenig be­kannt. Was ist das Be­son­de­re an dem Ezi­den­tum? Warum wer­den sie auch im 21. Jahr­hun­dert ver­folgt? Mit wel­chen Her­aus­for­de­run­gen wer­den sie in Deutsch­land kon­fron­tiert? Der Vor­trag gibt Ant­wor­ten auf diese Fra­gen.

 

25. Juni 2019 - Lasse Bjo­ern Las­sen

Kubas an­ti­ko­lo­nia­le In­ter­na­tio­na­le - Die Tri­kon­ti­nen­ta­le Kon­fe­renz 1966

Ins­ge­samt 512 De­le­gier­te aus 82 Län­dern tra­fen zu Neu­jahr 1966 in Ha­van­na ein, um neben dem 7. Jah­res­tag der ku­ba­ni­schen Re­vo­lu­ti­on den Aus­tausch der de­ko­lo­ni­sier­ten Län­der Afri­kas, Asi­ens und La­tein­ame­ri­kas zu ze­le­brie­ren. Dabei soll­ten Stra­te­gien gegen an­dau­ern­de ko­lo­nia­le Struk­tu­ren und Be­nach­tei­li­gun­gen der so­ge­nann­ten "Drit­ten Welt" im in­ter­na­tio­na­len Sys­tem ent­wi­ckelt wer­den. Der Vor­trag gibt Ein­bli­cke in die Mo­ti­va­tio­nen der ku­ba­ni­schen Castro-​Regierung für die Aus­rich­tung der Kon­fe­renz und­den Auf­bau einer Glo­bal­stra­te­gie gegen Ras­sis­mus, Armut und Dis­kri­mi­nie­rung.

17. Ok­to­ber 2017 - Ma­ri­us Mein­hof

Kon­sum und na­tio­na­le Mo­der­ni­sie­rung in China

Wirt­schaft­li­che Maß­nah­men sol­len in China eine stär­ker kon­su­mie­ren­de Be­völ­ke­rung her­vor­brin­gen. Tat­säch­lich hat Kon­sum dort be­reits fu­tu­ris­tisch an­mu­ten­de Züge an­ge­nom­men. Der Vor­trag the­ma­ti­siert, wie Kon­sump­rak­ti­ken und -​möglichkeiten zum Zwe­cke einer Mo­der­ni­sie­rung Chi­nas ein­ge­setzt wer­den. Staat­li­che Pla­ner möch­ten durch einen "ge­sun­den" Kon­sum eine "um­fas­sen­de Ent­wick­lung" der Men­schen an­re­gen. Dies be­inhal­tet "Zi­vi­li­siert­heit", "Bil­dung" und Er­fül­lung "spi­ri­tu­el­ler Be­dürf­nis­se".

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.


07. No­vem­ber 2017 - The­re­sa Hor­ni­scher

Frau­en gegen ihr Va­ter­land Frank­reich (1918-​1939)

Der Vor­trag wid­met sich in Ver­ges­sen­heit ge­ra­te­nen in­tel­lek­tu­el­len Frau­en im Frank­reich der 1920er und 1930er Jahre. Als Fe­mi­nis­tin­nen setz­ten sie sich für ihr po­li­ti­sches Wahl­recht ein. Als Jour­na­lis­tin­nen kämpf­ten sie gegen den Fa­schis­mus. Zu­gleich deck­ten sie als Rei­se­schrift­stel­le­rin­nen Miss­stän­de in den Ko­lo­ni­al­ge­bie­ten auf. Eine unter ihnen ist Léo Wan­ner. Wer ver­birgt sich hin­ter die­sem Namen? Wie lan­cier­te Wan­ner ihren Pro­test in die Öf­fent­lich­keit und wel­ches Ge­sell­schafts­bild ver­mit­tel­te sie und ihre Mit­strei­te­rin­nen?

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.


21. No­vem­ber 2017 - Carla Thie­le

Ver­fol­gung und Neu­an­fang: Je­si­di­sche Frau­en in Deutsch­land

Die Je­si­den ge­hö­ren zum Volks­stamm der Kur­den und bil­den eine re­li­giö­se Min­der­heit. Ge­brand­markt als "An­be­ter des Bösen" wur­den sie im Laufe der Ge­schich­te mehr­fach ver­folgt und in die Flucht ge­trie­ben. Wie schaf­fen es ge­flüch­te­te je­si­di­sche Frau­en in Deutsch­land, ihr altes Leben, Flucht­er­fah­run­gen und neue Her­aus­for­de­run­gen in Ein­klang zu brin­gen?

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.


05. De­zem­ber 2017 - Mar­cus Car­ri­er

Che­mie vor Ge­richt - Gift­mor­de im 19. Jahr­hun­dert

Der Auf­stieg der Na­tur­wis­sen­schaf­ten wäh­rend des 19. Jahr­hun­derts ging auch am Rechts­sys­tem nicht spur­los vor­bei. Na­tur­wis­sen­schaft­li­che Ex­per­ten hiel­ten als Sach­ver­stän­di­ge ver­mehrt Ein­zug in den Ge­richts­saal. Gift­mör­der und auch Gift­mör­de­rin­nen sahen sich so neuen Geg­nern ge­gen­über. Denn Gift wurde in der Hoff­nung als Tat­waf­fe ge­wählt, dass der Tod des Op­fers für na­tür­lich ge­hal­ten wurde. Die che­mi­schen Ex­per­ten ent­wi­ckel­ten immer neue Me­tho­den, um den Tä­tern und Tä­te­rin­nen letzt­lich doch auf die Schli­che zu kom­men.

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.


19. De­zem­ber 2017 - Kers­tin Schul­te

La­ger­ge­schich­ten aus der Senne: Nazis hin­ter Sta­chel­draht

Lager waren nach dem Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges zen­tra­le Orte, an denen die Al­li­ier­ten ehe­ma­li­ge Na­tio­nal­so­zia­lis­ten in­haf­tier­ten. Zwei die­ser Lager be­fan­den sich in der Senne: in Stau­müh­le und Stu­ken­brock. Wie er­leb­ten die In­sas­sen ihre Zeit in den La­gern und wie ver­ar­bei­te­ten sie ihre Er­fah­run­gen li­te­ra­risch? Au­to­bio­gra­fi­sche Ro­ma­ne, Ta­ge­bü­cher, Ka­ri­ka­tu­ren und Er­in­ne­rungs­be­rich­te er­mög­li­chen einen Ein­blick in die Par­al­lel­welt der Lager und die Denk­wei­sen der zum Teil hoch­ran­gi­gen Na­tio­nal­so­zia­lis­ten.

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.


16. Ja­nu­ar 2018 - Cleo­vi Mosue­la

Who cares? Fi­li­pi­no nur­ses in Ger­ma­ny

Deutsch­land ist ei­gent­lich kein ty­pi­scher Ar­beits­markt für phil­ip­pi­ni­sche Kran­ken­schwes­tern. Trotz­dem sind sie als be­gehr­te Fach­kräf­te in deut­schen Ge­sund­heits­ein­rich­tun­gen tätig. Was hat sie dazu be­wo­gen nach Deutsch­land zu kom­men? Oder hat Deutsch­land sie an­ge­sichts des ak­tu­el­len de­mo­gra­fi­schen Wan­dels und des Ar­beits­kräf­te­man­gels an­ge­wor­ben?
30.01.2018

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.


*Vor­trag ent­fal­len* - Sa­bri­na Tim­mer

Brot oder Brat­wurst? Der All­tag im mit­tel­al­ter­li­chen Ge­fäng­nis

Ent­ge­gen gän­gi­ger Vor­stel­lun­gen waren Ge­fäng­nis­se im Mit­tel­al­ter nicht nur Folter-​ oder Ver­wah­rungs­or­te für jene Män­ner und Frau­en, die zum Tode ver­ur­teilt oder in Beuge-​ und Un­ter­su­chungs­haft ge­nom­men wor­den waren. Der Vor­trag geht der Frage nach, wel­che Be­deu­tung und Funk­ti­on die Ge­fäng­nis­stra­fe im Mit­tel­al­ter dar­über hin­aus hatte. Wel­che For­men von In­haf­tie­rung gab es? Wel­che ge­sell­schaft­li­chen Kon­se­quen­zen konn­te eine In­haf­tie­rung nach sich zie­hen? Wie sahen die Le­bens­be­din­gun­gen der In­sas­sen aus?


06. Fe­bru­ar 2018 - Jus­tus Heck

Die Angst des Schi­ris vor dem Elf­me­ter

Nicht der Tor­wart hat Angst vor dem Elf­me­ter. Er kann nur ge­win­nen. Der Schieds­rich­ter hat Angst vor der Elf­me­ter­ent­schei­dung, da sie immer bri­sant ist. Aber die Ent­schei­dung zum Straf­stoß ist nur eine von vie­len. Im Vor­trag soll es um die Frage gehen, wel­chen Un­ter­schied es für das Fuß­ball­spiel macht, wenn man die Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz einem Schieds­rich­ter als neu­tra­lem Drit­ten über­trägt. Diese Spiel­or­ga­ni­sa­ti­on steht im Kon­trast zur be­rüch­tig­ten "Wil­den Liga", die ohne den Un­par­tei­ischen aus­kommt.

Hier fin­det Ihr den Blog­bei­trag dazu.

Unter dem Titel "Der Kör­per und seine ver­schie­de­nen Di­men­sio­nen" führ­ten Pro­mo­vie­ren­de der BGHS von Fe­bru­ar bis Juni 2016 die Vor­trags­rei­he Linie 4 durch - nach 2010 zum zwei­ten Mal in Ko­ope­ra­ti­on mit der vhs Bie­le­feld.

Die öf­fent­li­che Vor­trags­rei­he be­stand aus 9 Vor­trä­gen, zwei davon in eng­li­scher Spra­che. Alle zwei Wo­chen - immer diens­tags abends - mach­ten sich Pro­mo­vie­ren­de mit der Stadt­bahn­Li­nie 4 auf den Weg in Rich­tung vhs im Ra­vens­ber­ger Park und prä­sen­tier­ten ihre For­schungs­pro­jek­te - ein­fach und di­rekt und immer mit Bezug zu ak­tu­el­len ge­sell­schaft­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen.
Das Thema "Kör­per/Body" wurde aus un­ter­schied­li­chen his­to­ri­schen und so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen Per­spek­ti­ven be­leuch­tet: vom phy­si­schen Kör­per bis zum me­ta­phy­si­schen Kör­per und vom so­zia­len Kör­per bis hin zum po­li­ti­schen Kör­per. Hier ge­lan­gen Sie zu den Vi­de­os.

9. Fe­bru­ar 2016 - Brit­ta Dost­ert
Fa­mi­lie im Bild - vom Mit­tel­al­ter bis zur Frü­hen Neu­zeit

23. Fe­bru­ar 2016 - Da­ni­el Em­me­li­us:
Den Ru­bicon über­schrei­ten. Über das Ver­hält­nis von Kör­pern und Räu­men im an­ti­ken Rom

8. März 2016 - Yaats­il Gue­va­ra Gon­zalez
Mi­grant Bo­dies and Mi­micry. Cen­tral Ame­ri­can Mi­grants in Me­xi­co's Sou­thern Bor­der
[Kör­per(ver)wand­lun­gen: Mi­gran­tin­nen und Mi­gran­ten aus Zen­tral­ame­ri­ka an der Süd­gren­ze Me­xi­kos]


5. April 2016 - Su­san­ne Rich­ter
The Power of Make-​up! Weiblichkeits-​Performances in You­Tube Be­au­ty Vi­de­os


19. April 2016 - Zoltán Bol­di­zsár Simon
Hu­mans Wit­hout Bo­dies, Me­cha­ni­cal Bo­dies Wit­hout Hu­mans: Can His­to­ry Make Sense of our Tech­no­lo­gi­cal Fu­ture?
[Men­schen ohne Kör­per, me­cha­ni­sche Kör­per ohne Men­schen: Kann Ge­schich­te un­se­re­re tech­no­lo­gi­sche Zu­kunft er­klä­ren?]

3. Mai 2016 - Tor­ben Mö­bi­us
Ar­beit für die "Volks­ge­mein­schaft". Das (Arbeits-​)Leben in der NS-​Betriebsgemeinschaft, 1928-​1945

17. Mai 2016 - Kristoff­er Klam­mer
"Er­krank­ter Wirt­schafts­kör­per": Wie über Öko­no­mie in Kri­sen­zei­ten ge­re­det wird

31.Mai 2016 - Cle­mens Ei­sen­mann:
Von Kopf­stän­den und Chakra-​Energien: Doing Spi­ri­tua­li­tät im Yoga

14. Juni 2016 - Su­san­ne Schultz und Chris­ti­an Ulb­richt
Er­wünsch­te/un­er­wünsch­te Mi­gran­tin­nen und Mi­gran­ten! Eu­ro­päi­sche Staa­ten und afri­ka­ni­sche Mi­gran­tin­nen und Mi­gran­ten - wer be­herrscht die Kör­per?

*Vor­trag ent­fal­len* 28. Juni 2016 - Olek­san­dra Tarkha­no­va
Ukrai­ni­an Woman: a Sym­bol of the Na­ti­on and a Tool of State Po­li­cy
[Die ukrai­ni­sche Frau: Sym­bol der Na­ti­on und Werk­zeug der Staats­po­li­tik]

*Vor­trag ent­fal­len* 5. Juli 2016 - Mahs­hid Mayar
Women and Child­ren as Cha­rac­ters in Stra­te­gy Com­pu­ter Games
[Frau­en und Kin­der als Cha­rak­te­re in PC-​Strategiespielen]

2009 kamen Pro­mo­vie­ren­de, Post­dok­to­ran­din­nen und Post­dok­to­ran­den der BGHS erst­mals auf die Idee, eine öf­fent­li­che Vor­trags­rei­he mit dem Titel »Linie 4 - Neues aus der so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen und his­to­ri­schen For­schung« durch­zu­füh­ren, in deren Rah­men die Nach­wuchs­wis­sen­schaft­le­rin­nen und -​wissenschaftler der BGHS ihre ak­tu­el­len For­schungs­vor­ha­ben einem au­ßer­uni­ver­si­tä­ren Pu­bli­kum vor­stell­ten.
Im Zeit­raum von Fe­bru­ar bis Juli 2010 ko­ope­rier­te die BGHS mit vhs Bie­le­feld als größ­tem au­ßer­schu­li­schem Bil­dungs­trä­ger der Stadt und bot unter dem Titel "Linie 4" eine Vor­trags­rei­he in den Räu­men der vhs an. Der Be­such der Ver­an­stal­tun­gen war kos­ten­los. Die Re­so­nanz war sehr gut.

Pres­se­mit­tei­lung "Linie 4". Neues aus der so­zi­al­wis­sen­schaft­li­chen und his­to­ri­schen For­schung (Nr. 283/2009)

Zum Seitenanfang

Datenschutzeinstellung

Diese Webseite verwendet Cookies und ähnliche Technologien. Einige davon sind essentiell, um die Funktionalität der Website zu gewährleisten, während andere uns helfen, die Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Falls Sie zustimmen, verwenden wir Cookies und Daten auch, um Ihre Interaktionen mit unserer Webseite zu messen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit unter Datenschutzerklärung einsehen und mit der Wirkung für die Zukunft widerrufen. Auf der Seite finden Sie auch zusätzliche Informationen zu den verwendeten Cookies und Technologien.