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Internetausstellungen des Universitätsarchivs Bielefeld

+++ Wichtig: Dieser Bereich befindet sich noch im Aufbau und wird laufend ergänzt. +++

2009 - "Wie gründet man Universitäten?" Helmut Schelskys Konzept und der gelungene Start der Universität Bielefeld
Deckblatt der Publikation zur Ausstellung

Die Universität Bielefeld feierte im Jahr 2009 ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum. Darüber hinaus starb im Februar 1984 der Soziologe und Hochschulplaner Helmut Schelsky, dem die Universität Bielefeld das Strukturkonzept verdankt, nach dem sie gegründet und errichtet wurde. Das Universitätsarchiv nahm beide Daten zum Anlass, sich mit der Person Helmut Schelskys, der Konzeption der „Reformuniversität Bielefeld“ und mit ihrer in den Augen der Zeitgenossen weitgehend geglückten Gründung auseinanderzusetzen. Wie gründete man im ausgehenden 20. Jahrhundert eigentlich eine Universität? Die Ausstellung, deren Arbeitstitel sich an einen Schelsky-
Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von 14. Oktober 1961 (siehe das Faksimile auf den Seiten 4 und 5) anlehnte, skizzierte die Person Schelskys und ging sodann auf das Neuartige seiner Bielefelder Universitätskonzeption ein. Da Schelsky stark in Personen dachte, spielte die Zusammensetzung der Gründungsgremien bei der Realisierung des Konzepts der „Reformuniversität Bielefeld“ eine große Rolle. Erwartet wurde von den Mitgliedern des Gründungsausschusses und Wissenschaftlichen Beirats, dass sie bereit waren, an die Hochschulneugründung in Ostwestfalen zu wechseln. Ein nicht unwesentlicher Teil der Gründungsmitglieder hat dies getan, blieb für einen mehr oder wenigen langen Zeitraum an der Universität Bielefeld und etablierte sich an hervorragender Position in der bundesdeutschen Wissenschaft, wie zum Beispiel die Juristen Ernst-Wolfgang Böckenförde und Ernst-Joachim Mestmäcker, die Soziologen Niklas Luhmann und Franz-Xaver Kaufmann, der Philosoph Hermann Lübbe, der Pädagoge Hartmut von Hentig, der Historiker Reinhart Koselleck und der Romanist und Sprachwissenschaftler Harald Weinrich. Die Ausstellung dokumentiert Person und Konzeption Helmut Schelskys in erster Linie durch seine Publikationen, seine im Universitätsarchiv überlieferte Korrespondenz und seine „Dokumente zum Aufbau einer Universität in Ost-Westfalen“. Diese Internetausstellung entspricht im Wesentlichen der in der Universitätsbibliothek vom 21. Oktober bis 25. November 2009 gezeigten Ausstellung und folgt den Anregungen und Wünschen von Ausstellungsbesuchern und Universitätsangehörigen, die Fülle des Materials „mit nach Hause nehmen“ zu können. In erster Linie Textdokumente, aber auch Fotos ergänzen nun die ursprünglichen 14 Ausstellungstafeln dort, wo sie die Ausstellung überfrachtet hätten.
 

01. „Bildungskatastrophe“ - ein weites Feld
Die Ausgangslage in den 1960er Jahren

02. Zwischen Entlastungs- und Bildungsuniversität
Universitätsgründungen in den 1960er Jahren

03. Helmut Schelsky
Denker der „skeptischen Generation“, „Stichwortgeber des
Zeitgeistes“

04. „Vom Kritiker zum Planer“
Helmut Schelskys Konzeption vor Gründung der Gremien 1965

05. „Mut zur Gründung neuer Universitäten!“
Bündnispartner der Gründung in Land und Bund

06. „Universität kommt in den Großraum Bielefeld“
Universitätsgründung braucht regionale Bündnispartner

07. „Erste Etappe abgeschlossen“
Die Zusammensetzung der Gründungsgremien

08. „Der Fall Schelsky“
Störfeuer im Gründungsprozess

09. In Stein gegossene Konzeption?
Die Architektur der Universität Bielefeld

10. „Unter den Talaren...“
Hochschulgründung in Zeiten des Studentenprotestes

11. „Ohne Festakt beginnt die Uni mit ihrer Arbeit“
Veränderte Rahmenbedingungen bis zur Gründung

12. Hervorragendes Personal und gelungene Personalpolitik
Wissenschaftlerkarrieren an der Universität Bielefeld

13. „Absinkende Berufsfreude“
Schelskys langer Abschied von seinem Reformprojekt

14. Bielefeld heute ... Was bleibt?
Helmut Schelskys Reformkonzept und die Universität im Jahr 2009

2006 - Ausstellung “Drei Jahre älter als die Universität – 40 Jahre Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft
2004 - „Zusammenarbeit bei hoher Reizbarkeit“: Die politische Kultur in den Anfangsjahren der Universität Bielefeld
Plakat zur Ausstellung

Die Ausstellung ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Abteilung Geschichtswissenschaft und dem Universitätsarchiv der Universität Bielefeld. In einem einjährigen Praktikumsseminar ("Politische Kultur in den Gründungs- und Anfangsjahren der Universität Bielefeld") erarbeiteten die Studierenden zu den Themenkomplexen "Reformuniversität Bielefeld", "Berufsverbote", "Studentengruppen", "Studentisches Leben" und "Auseinandersetzungen um den Nationalsozialismus und um internationale Konflikte" eine Ausstellung, die 2004 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Titel der Ausstellung wurde in Anlehnung an ein Zitat des bekannten Bielefelder Soziologieprofessors Niklas Luhmann zur Studentenrevolte gewählt.
 

01. „Princeton am Teuto?“
Gründungsphase und Grundzüge der neuen Universität

02. Reformuniversität - Selbstverwaltung
Selbstverwaltung der Universität Bielefeld

03. Studienreform
Studienreform(en) an der Universität Bielefeld

04. Ausbildungsuniversität
Der Weg von der Utopie der Forschungsuniversität in Richtung Ausbildungsuniversität

05. Welcher Idiot hat das Licht ausgemacht?!
Streik an der Universität Bielefeld

06. Zwischen Marx und Mickey Mouse
Studentische Gruppen an der Universität Bielefeld

07. Berufsverbote
Der Radikalenerlass und zwei Fallbeispiele

08. Bielefeld - Universitätsstadt oder Stadt mit Universität?
Verhältnis zwischen Universität und stadt

9. Aber bitte keinen mit langen Haaren
Studenten auf Wohnungssuche

10. Politische Kultur - ein weißer Schimmel?
Politische Kultur an der Universität Bielefeld

11. ...nicht leicht, in Bielefeld Student zu sein
konkrete Alltagsprobleme der Studierenden

12. Internationale Konflikte: Der Vietnamkrieg
Umgang mit dem Vietnamkrieg an der Universität Bielefeld

13. „Chile si! - Junta no!“
Die chilenische Junta und das Chile-Wandbild

14. Schatten des deutschen Herbstes
Der Schatten des Deutschen Herbstes erreichte auch Bielefeld

15. Die Spuren der Vergangenheit
Auseinandersetzung mit der NS-Zeit im Bielefeld der 1970er Jahre