
Berufsorientierung ist in der Bielefelder Geschichtswissenschaft im Pflichtcurriculum verankert. Die Studierenden erarbeiten sich bereits in den ersten Semestern einen Überblick über die Vielfalt möglicher Berufsfelder und diskutieren aktuelle Debatten an der Schnittstelle von Geschichtswissenschaft und Berufspraxis bzw. Öffentlichkeit. In berufsorientierenden Seminaren werden ein Bewusstsein und ein Vokabular über die Kompetenzen und weitere Stärken erarbeitet, die Studierende im Geschichtsstudium erlernen. Darüber hinaus erarbeiten sie sich Orientierungswissen darüber, in welchen Feldern der Berufspraxis diese Fähigkeiten relevant sind.
Ein wichtiger Anker besteht darin, direkte Kontakte zwischen Berufspraktiker*innen und den Studierenden zu ermöglichen. In Lehrveranstaltungen und anderen Veranstaltungen kommen die Studierenden mit Vertreter*innen aus dem Verlagswesen oder Bibliotheken, aus Stiftungen, Vereinen oder NGOs ebenso in Kontakt wie mit Journalist*innen oder Personen, die in der freien Wirtschaft in der Öffentlichkeitsarbeit, im Marketing, Personalabteilungen oder im Consulting tätig sein können.
Historiker*innen aus der Berufspraxis sind auch in der universitären Lehre eingebunden, etwa in Projektseminaren im Co-Teaching mit Dozierenden aus unserer Abteilung; oder in praxisorientierten Seminaren, in denen sie Praxiswissen zur Geschichtsvermittlung, museologischen Fragen oder zur Archivpraxis einbringen.
Der Austausch zwischen Universität und Berufspraxis ist für alle Beteiligten fruchtbar. Die Studierenden (und Lehrenden) erhalten wertvolle Einblicke in die Praxis und die Praktiker*innen erfahren, was die Studierenden bewegt, lernen neue Gedanken kennen und können aktuelle Projekte zur Diskussion stellen. Wir arbeiten mit Praxispartner*innen aus der Region, bundesweit und international zusammen.
Wenn Sie Interesse haben, als Interviewpartner*in für die Studierenden zu fungieren oder im Seminar über ein aktuelles Projekt zu berichten, schreiben Sie uns! geschichte-beruf@uni-bielefeld.de
Feedback bisheriger Interviewpartner*innen:
„Die Studierenden waren sehr professionell vorbereitet, sogar mit vorbereiteten Nachfragen.“ (Florian Falzeder, Journalist beim Bayrischen Rundfunk)
„Die beiden Studierenden hatten die Fragen ganz klar strukturiert und die Zoom-Sitzung sehr kompetent und freundlich moderiert. Das Gespräch hat Spaß gemacht! Ich hoffe, sie haben darüber einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit an einem Forschungsinstitut im Ausland bekommen.“ (Dr. Carolin Liebisch-Gümüş, Research Fellow, German Historical Institute, Washington)
„Die Studierendengruppe hat sich sehr gut in das Bibliothekswesen eingearbeitet und zentrale Themen identifiziert und angesprochen. Ich habe ihnen auch gesagt, dass ich selbst auch auf Lehramt studiert habe und, dass man darum nie „nie“ zum Bibliothekswesen sagen sollte.“ (Fachreferent an der Universitätsbibliothek der LMU München)
„Mir hat das Interview total Spaß gemacht. Ich glaube, es hat einen aha-Effekt hervorgerufen. Insbesondere bei den Lehrämtlern. […] Ich war damals sehr versteift auf mein Studienthema, aber man kann ja vieles übertragen. Ich habe ihnen gesagt, sie sollen gerne ausscheren. Auch in einer NGO zu arbeiten, bedeutet ja nicht, nur ein Thema zu bearbeiten.“ (Tajana Graovac, Projektleiterin, Neue deutsche Medienmacher*innen)
„Das Interview hat Spaß gemacht. Sie haben gute Fragen gestellt und waren richtig interessiert.“ (Simone Mbak, Portal e-teaching.org, Leibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen)