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Exkursionen


Angebote für Studierende: Exkursionen in die Praxis der Digitalisierung und deren Regulierung

Exkursionen

Sowohl vorlesungsbegleitend als auch vorlesungsübergreifend ist die Teilnahme an zahlreichen Exkursionen für Studierende der Rechtswissenschaft an der Universität Bielefeld möglich. Oft berichten dabei Personen mit einem juristischen Alltag den Teilnehmenden von ihrer täglichen Arbeit sowie den Herausforderungen der Digitalisierung und deren Regulierung im jeweiligen praktischen Kontext. Die Fragestellungen reichen dabei von der Entwicklung von Smart Home-Lösungen (Miele) über autonome Mähdrescher (Claas), Navigationsdienste (TomTom), Vertriebsautomatisierung (Schueco), Nahrungsmittelautomatisierung (Dr. Oetker), und auch zu Fragen der Tätigkeiten bei Patentämtern (z.B. Deutsches Patent und Markenamt in München oder dem Institut für Geistiges Eigentum (Schweizer Patentamt) in Bern) und innovativen Verkehrsunternehmen (Monocab) sowie Besuche des Quantencomputers im Forschungszentrum Jülich und dem Teilchenbeschleuniger CERN in Genf.

Einige Beispiele von vorangegangenen Exkursionen:

CERN

Im Rahmen des Seminars „Rechtliche Zulässigkeit von Werbestrategien“ in Sion (Schweiz) bestand die Möglichkeit, an einer Exkursion zum CERN in Genf teilzunehmen, bei der die Teilnehmenden im Rahmen einer eigens für sie gestalteten Führung spannende Einblicke in die fortschrittliche Grundlagenforschung erhielten. Besonders eindrücklich waren die Erläuterungen rund um den Large Hadron Collider (LHC), einen der größten Teilchenbeschleuniger der Welt, der bei dieser Gelegenheit besichtigt werden konnte.

Schueco

Das in Bielefeld ansässige Unternehmen Schüco entwickelt und vertreibt Systemlösungen für Gebäudehüllen. Im Juni 2024 veranstaltete Prof. Dr. Paul Schrader eine Exkursion, um nicht nur das aktuelle Produkt- und Maschinensortiment von Schüco – einschließlich des automatisierten Lagers (bei dem Roboter einen Teil der logistischen Aufgaben selbstständig erledigen) kennenzulernen, sondern im Anschluss an eine Werksführung mit Vertretern der Rechtsabteilung ins Gespräch kamen über die tägliche Arbeit in einem solchen Unternehmen sowie die Karriere- und Einstiegsmöglichkeiten. Danach wurde den Exkursionsteilnehmern sowohl ein Einblick in die weiteren Gebäude gewährt, die auf dem Schüco Campus stehen als auch in die neue Unternehmenszentrale Schüco One, welches ein Vorzeigeprojekt des Unternehmens hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Gebäuden ist.

Am 24. November 2023 fand eine Exkursion der Universität Bielefeld zum Forschungszentrum Jülich statt. Das Forschungszentrum Jülich (FZJ) ist eine nationale Forschungseinrichtung mit über 7.000 Beschäftigten zur interdisziplinären Forschung in den Bereichen Energie, Information und Bioökonomie.
Die Teilnehmenden, bestehend aus Interessierten verschiedener Fachrichtungen, kamen um 09:30 Uhr am Forschungszentrum an, wo sie nach den Einlassformalitäten herzlich begrüßt wurden. Um 10:00 Uhr begann die allgemeine Vorstellung des Forschungszentrums. Anschließend besuchten die Teilnehmer um 10:45 Uhr das Peter-Grünberg-Institut. Dort wurden sie in die Grundlagen des Quantencomputings eingeführt, was thematisch einen Schwerpunkt der Exkursion bildete. Der nächste Programmpunkt war um 11:30 Uhr der Besuch des Jülicher Supercomputing Centre (JSC). Hier erhielten die Exkursionsteilnehmer Einblicke in die Welt der Hochleistungsrechner, insbesondere konnten sich die Teilnehmer Europas ersten Quantenannealer mit mehr als 5000 Qubits ansehen. Das Mittagessen fand um 12:30 Uhr im Seecasino des Forschungszentrums statt. Der Nachmittag war geprägt von einer Institutsführung im Institut für Kernphysik (IKP) ab 13:30 Uhr. Besonders beeindruckend war die Besichtigung und Erläuterung des COSY (Cooler Synchrotron), einem Teilchenbeschleuniger. Die Exkursion endete um 15:00 Uhr, wobei die Teilnehmenden nicht nur wissenschaftliches Wissen, sondern auch wertvolle praktische Einblicke in die Forschung gewannen, die ihr Studium und ihre zukünftige berufliche Laufbahn bereichern werden.
 

Monocab

Am 25. September 2023 fand eine Exkursion der Universität Bielefeld in das Extertal (bei strahlendem Sonnenschein) zum Reallabor MONOCAB OWL statt. Das Reallabor MONOCAB OWL ist ein mit öffentlichen Mittel gefördertes Innovationsprojekt. Am Projekt beteiligt sind die TH Ostwestfalen-Lippe, die HS Bielefeld, das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Lemgo und die Landeseisenbahn Lippe e. V.  
Beim Reallabor MONOCAB OWL geht es um die Anbindung des ländlichen Raums an den öffentlichen Nahverkehr durch ein neues Verkehrsmittel, das MONOCAB. Diese schmalen, autonom fahrenden Kabinen können (anders als bspw. Züge) auf nur einer Schiene fahren, sodass ein Verkehr in zwei Richtungen auf einem herkömmlichen Gleis ermöglicht wird. Als Ergänzung zu traditionellen Verkehrsmitteln soll das MONOCAB die Mobilitätsinfrastruktur für Personen insbesondere in ländlichen Gebieten erleichtern. Als regionales Projekt aus OWL wird konkret an einer Lösung für die Extertalbahn gearbeitet. Zu Beginn der Exkursion gab Herr Thorsten Försterling, der das Projekt für den Verein Landeseisenbahn Lippe e.V. betreut, eine Einführung in das Reallabor und den derzeitigen Stand. Weiterhin stellten Beteiligte der TH Ostwestfalen-Lippe und des Fraunhofer-Instituts ihre Perspektivplanungen vor. Dabei wurde das MONOCAB auch in technischer Hinsicht vorgestellt, so zum Beispiel die Vertikalstabilisierung des Fahrzeugs. Während der Vorträge und im Anschluss der Vorträge konnten die Exkursionsteilnehmer Fragen stellen. Im Anschluss wurde den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben, selbst eine kurze Fahrt mit einem Prototypen eines MONOCABs zu unternehmen. Im Anschluss ergaben sich spontan noch einige Fragen und die Exkursionsteilnehmer konnten individuelle Gespräche führen.
 

Oetker

Am 23.06.2023 fanden sich die Exkursionsteilnehmer beim Stammsitz von Dr. Oekter in der Lutterstraße 14 in Bielefeld zu einer Exkursion mit dem Titel „Rechtliche Herausforderungen der Automatisierung in der Nahrungsmittelindustrie“ ein. Die Teilnehmer konnten zunächst im Rahmen einer Führung Einblicke in die Automatisierung des Herstellungsprozesses von Nahrungsmitteln erlangen. Dies umfasste sowohl Aspekte wie die durch Automatisierung allgemeine ermöglichten Produktionsvorteile als auch die verschiedenen Herausforderungen, die im Kontext der Automatisierung aufgrund einer vielfältigen Produktpalette bestehen. Durch einen Vergleich der Produktionszahlen einer Verpackungsmaschine aus den 1950er-Jahren mit einer aktuellen Version wurde der technische Fortschritt in Bezug auf die Erhöhung von Produktionskapazitäten exemplifiziert.
Nach der Besichtigung der örtlichen Infrastruktur samt technischen Anlagen und Testküche gab es einen Fachvortrag, der sich insbesondere mit lebensmittelrechtlichen Implikationen befasste. Ein Fokus lag dabei auf dem positiven Skaleneffekt eines automatisierten Herstellungsprozesses und einem globalen Produktvertrieb, welcher jedoch durch verschiedene regulatorische Vorgaben – auch innerhalb der EU – an Grenzen stößt. Weiterhin wurden das Nährwertkennzeichungssystem „Nutri-Score“ vorgestellt und die mit der Umsetzung verbundenen Herausforderungen erörtert. Daneben wurde das Spannungsfeld zwischen werbestrategischen Überlegungen und lauterkeitsrechtlichen sowie lebensmittelrechtlichen Vorgaben beleuchtet. Neben diesen Aspekten umfasste der Vortrag einen Überblick der Unternehmensstruktur. Schlaglichtartig wurde das Berufsbild des Unternehmensjuristen vorgestellt und die verschiedenen Tätigkeitsbereiche innerhalb des Unternehmens. Insgesamt wurden den Teilnehmern interessante Einblicke in die Herausforderungen in der Praxis gewährt, die sich aus der Verzahnung von Technik einerseits und rechtlichen Rahmenbedingungen andererseits ergeben.
 

google

Im Rahmen der Urheberrechtsvorlesung von Dr. Thomas Ewert fand am 16.06.2023 eine Exkursion zu Google Deutschland statt. Dr. Thomas Ewert ist Lehrbeauftragter der Universität Bielefeld und arbeitet zudem in der Rechtsabteilung von Google Deutschland. Die Teilnehmer trafen sich um 13:30 Uhr vor dem Bürogebäude von Google in Hamburg. Google LLC gehört zu dem amerikanischen Unternehmen Alphabet. Bekannt wurde das Unternehmen vor allem durch seine Suchmaschine. Heute vertreibt Google ca. 250 Produkte. In Deutschland hat Google drei Standorte. Neben Hamburg zählen dazu Berlin und München.
Zu Beginn des Seminars erfolgte eine Begrüßung durch Dr. Arnd Haller, dem Senior Legal Director von Google Deutschland. Es folgte eine Präsentation von Dr. Nele Todsen über die Geschichte von Google. Dabei wurde die Bedeutung von Google für das alltägliche Leben der Menschen dargestellt. Im Anschluss gab Dr. Zuhal Ayar Einblicke in die Herausforderungen, die Google in Bezug auf das Verbraucherschutzrecht ausgesetzt ist. Dabei wurden neben aktuellen rechtlichen Fragestellungen Strategien erläutert, wie Google auf Gesetzesvorhaben und neue rechtliche Rahmenbedingungen reagiert. Es folgte eine Führung durch das Büro in Hamburg. Neben den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter wurden gemeinsame Aufenthaltsbereiche wie die Coffee Bar oder verschiedene Freizeitangebote präsentiert. Nach einer kurzen Pause hielt Dr. Thomas Ewert einen Vortrag über die datenschutzrechtlichen und regulatorischen Herausforderungen, denen Google ausgesetzt ist. Zum Ende der Veranstaltung wurden die Teilnehmer durch einen kurzen Film über die aktuellen Vorhaben von Google im Bereich der künstlichen Intelligenz informiert. Um ca. 17:30 Uhr endete das Seminar. Die Teilnehmer konnten vielseitige Eindrücke von der Arbeit bei einem international tätigen Unternehmen gewinnen. Es wurden viele verschiedene rechtliche Themenbereiche aufgegriffen, die teils zu angeregten Diskussionen führten. Dabei trafen theoretische Kenntnisse auf praktische Lösungsansätze, die regelmäßig einen internationalen Bezug aufwiesen.

LG Bielefeld

Am 23.06.2022 fanden sich die Exkursionsteilnehmer im alten Schwurgerichtsaal des Landgerichts Bielefeld zu einer Exkursion mit dem Titel „Digitales Gericht? – Elektronische Akte und Organisation“ ein. Herr RiAG Magnus Gröger stellte den Anwesenden den Stand der Digitalisierung beim Landgericht Bielefeld vor, indem die Arbeitsabläufe, Änderungsprozesse, das Zusammenspiel von Recht, Technik, Verwaltung, die Organisation der elektronischen Akte und Videoverhandlungen näher beleuchtet wurden. Des Weiteren erhielten die Anwesenden einen direkten Einblick in die Praxis des Gerichts, z.B. durch einen Besuch der Scanstraße und des Druckerraums. Zum Schluss der Exkursion gab Herr RiAG Magnus Gröger noch einen Ausblick auf künftige Entwicklungen und Vorhaben beim Landgericht Bielefeld

miele

Am 09.12.2022 fand die von Prof. Dr. Paul Schrader organisierte Exkursion zu Miele in Gütersloh (im „Smart Home“-Gebäude) statt. Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in die Funktionsweise eines smarten Kochassistenten von Miele („Smart Food ID“), mit dessen Hilfe zur Präsentation frische Plätzchen ([voll-]automatisch) gebacken wurden. Anschließend wurden diese gemeinsam verkostet und eine Menge rechtlicher Fragestellungen diskutiert, die sich in dem Zusammenhang mit dem Einsatz von Backassistenten stellen.

dpma

In Ergänzung der Vorlesung „Deutsches und internationales Patentrecht“ von Herrn Prof. Dr. Paul Schrader wurde interessierten Teilnehmern eine Exkursion zum Deutschen Patent- und Markenamt in München angeboten, bei denen die Gelegenheit bestand, praktische Einblicke in das Patenterteilungsverfahren zu erhalten. In diesem Rahmen wurden patentrechtliche Themen vorgestellt und insbesondere die Tätigkeit eines Patentprüfers an seinem Arbeitsplatz aufgezeigt. Weiterhin wurden die Möglichkeiten der Beschäftigung für Juristinnen und Juristen im deutschen Patent- und Markenamt vorgestellt.

cern 2020

Im Wintersemester bot Herr Prof. Dr. Paul Schrader ein Seminar zu dem Generalthema „Software und Recht“ an. Das Seminar fand in Sion (Wallis/Schweiz) statt. In dieser Veranstaltung bestand die Möglichkeit, Programmierkenntnisse zu erwerben, an eigens dafür vorbereiteten Minimalstcomputern („calliope“-Systemen) diese Kenntnisse auszuprobieren und anschließend auf methodische Fragen der Rechtswissenschaft zu übertragen. Dabei stand die Frage im Vordergrund, ob und inwieweit Rechtstechnik automatisierbar ist. Die Veranstaltung war zudem universitäts-übergreifend angelegt und führte Studierende und Doktoranden der Universitäten Bielefeld, Augsburg sowie Jena zusammen. Nach der Konzeption und der Teilnehmerstruktur des Seminars war es daher möglich, einen intensiven Austausch über die vielfältigen Berührungspunkte und Strukturähnlichkeiten von Software und Recht zu diskutieren. Während des Seminars unternahmen die Teilnehmer eine Exkursion in das dort nahegelegene Genf zum CERN (Europäische Organisation für Kernforschung), um dort den größten Teilchenbeschleuniger der Welt zu besichtigen und somit einen anschaulichen Eindruck modernster naturwissenschaftlicher Forschung zu erlangen.

Claas

CLAAS ist einer der weltweit führenden Hersteller von Landmaschinen. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei selbstfahrenden Feldhäckslern. Zu CLAAS‘ Produkten gehört ebenso modernste landwirtschaftliche Informationstechnologies sowie hochinnovative Produkte im Bereich der Fahrzeugautomatisierung.

Nixdorf

Das HNF ist das größte Computermuseum der Welt und hat sich die Veranschaulichung der Entwicklungen im Bereich der Informationstechnik zum Ziel gesetzt. Im Zeitalter von BigData, Industrie 4.0, Internet of Things (IoT) und künstlicher Intelligenz wird Informationstechnologie alltäglich und beinhaltet eine Vielzahl rechtlicher Implikationen. Die juristische Bewältigung der durch die Digitalisierung aufgeworfenen rechtlichen Fragen er-fordert ein Grundverständnis der zugrunde-liegenden Technologien. Die Exkursion soll insoweit die Grundvoraussetzungen eines juristischen Problembewusstseins im Kontext von Digitalisierungsprozessen schärfen und die wissenschaftliche Forschung und Ausbildung insbesondere auf dem Gebiet des Rechts der intelligenten Techniksysteme fördern.

tomtom

TomTom ist auf die Entwicklung von Software und Navigationstechnologie spezialisiert. Als global agierendes Technologieunternehmen gewährte es einen Einblick in ihre Digitalisierungs- und Innovationsprozesse. Nicht zuletzt wegen der damit einhergehenden Datenverarbeitung veranlasste das Geschäftsmodell von TomTom zu einem Besuch.

Im Rahmen des Seminars „Digitalisierung ohne rechtliche Grenzen“ hielten die Studierenden die Vor-träge zu ihren Seminararbeiten, die sie zu einem selbst gewählten Thema verfassten, in Sion (Schweiz). Neben Studierenden aus Bielefeld und Augsburg nahmen auch Doktorandinnen und Doktoranden teil. So wurde ein intensiver Austausch der sich in unterschiedlichen Stadien der Ausbildung befindenden Teilnehmenden realisiert. In diesem Zusammenhang wurde auch das IGE (Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum) mit Sitz in Bern besucht.

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